ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2002Opernspielpläne: Die Saison 2002/2003

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Opernspielpläne: Die Saison 2002/2003

Dtsch Arztebl 2002; 99(43): A-2874 / B-2444 / C-2289

Lange, Joachim

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LNSLNS Die Opernhäuser ächzen nicht nur unter den leidigen Finanzproblemen. Manchen von ihnen steht zu Saisonbeginn das Wasser im wahrsten Sinne des Wortes sogar bis zum Hals – die Semperoper in Dresden ist das prominenteste Opfer der Flutkatastrophe dieses Sommers. Gleichwohl beginnt die Spielzeit – auch in den Tempeln der Hochkultur gilt nämlich: The show must go on!
„Siegfried“ in Dresden
Als Nachhall der Jahrtausendwende sehen einige laufende Projekte ihrer Vollendung entgegen. Zwei davon mit einer besonderen Hypothek belastet: Hochwasserbedingt Dresden, wo man „Siegfried“ am 10. November und „Götterdämmerung“ am 23. März 2003 eher skeptisch entgegensieht. Und München, wo man nun auf den Einstieg von David Alden gespannt sein darf, der unter anderem mit „Siegfried“ (3. November) und „Götterdämmerung“ (28. Februar 2003) weitermachen wird.
Der „Fliegende Holländer“ geht dutzendweise an Land. Neben Mannheim , Bonn und Kiel wird auf jeden Fall Würzburg im Mittelpunkt der Medien stehen. Denn dort wird die 23-jährige Wagner-Urenkelin Katharina als Regisseurin debütieren. Neben Bonn (23. Feburar 2003) wird sich aber auch die Berliner Lindenoper (5. Juni 2003) der „Ariadne“ annehmen, und an der Deutschen Oper lässt Achim Freyer „Salome“ tanzen.
Mozart ist immer eine unverzichtbare Säule des Repertoires. So inszeniert in Amsterdam Hausherr Pierre Audi einen Titus (am 2. Dezember). Auch aus dem Serail wird reichlich entführt, unter anderem in Zürich (22. Juni 2003) und in München (15. Januar 2003). Verdi steht ebenfalls wieder auf dem Programm. Spannend dürfte es zum Beispiel in Hannover
(8. März 2003) werden, wenn der Katalane Calixto Bieito „Il Trovatore“ inszeniert. Peter Musbach und Daniel Barenboim werden an der Lindenoper in Berlin mit „Traviata“ glänzen (12. April 2003).
Erstaunlicherweise wird Rossini die Sache von ambitionierten jungen Regisseuren: In Luzern nimmt sich Sebastian Baumgarten (21. Februar 2003) dessen selten gespielten „Moses und Pharao“ vor und in Weimar Thilo Reinhardt (25. Januar 2003) den „Barbiere“ – beide Schüler von Ruth Berghaus. Belcanto wird in Zürich Donizettis „Maria Stuarda“ mit der Gruberova (am 7. Dezember) aufführen. In Leipzig wird sich mit Bellinis „Sonnambula“ (5. April 2003) zeigen, ob Henry Meyer die Belcantofans zu beeindrucken vermag. Auch fürs Regietheater längst entdeckt ist Bellinis „Norma“: Robert Schuster wird sie in Basel (19. Dezember) und Werner Schroeter in Düsseldorf (16. Mai 2003) herausbringen. Weitere Informationen: www.opernbase.com Dr. Joachim Lange
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