ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2002Drogenabhängigkeit: Überregionale Vernetzung

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Drogenabhängigkeit: Überregionale Vernetzung

Dtsch Arztebl 2002; 99(44): A-2893 / B-2461 / C-2305

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Partydrogen wie Ecstasy begünstigen den Ausbruch von Schizophrenie. Foto: epd
Partydrogen wie Ecstasy begünstigen den Ausbruch von Schizophrenie. Foto: epd
Charité richtet Berlin-Brandenburgische Suchtakademie ein.
Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité in Berlin hat eine Berlin-Brandenburgische Suchtakademie eingerichtet. „Die Akademie ist in ihrer Art bundesweit einzigartig“, sagte der Leiter der Klinik, Prof. Dr. med. Andreas Heinz. „Die Ausrichtung auf zwei aneinander angrenzende Bundesländer ist zukunftsweisend und verdeutlicht, dass auch überregional kooperiert und vernetzt gearbeitet werden muss“, betonte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk. Die Ziele der Akademie entsprächen einer modernen Drogen- und Suchtpolitik. Dazu zählten unter anderem die Förderung der Kooperation von ambulanter und stationärer Suchtmedizin sowie die qualifizierte suchtmedizinische Fortbildung.
Zur Klinik gehört ein Zentrum für die Früherkennung von Schizophrenien (FETZ). „Suchtfördernde Drogen können zu weiteren psychiatrischen Erkrankungen führen“, erklärte Klinikleiter Heinz. Cannabis und Partydrogen wie Ecstasy begünstigten beispielsweise den Ausbruch von Schizophrenie. In solchen Fällen erhöhe eine frühe Diagnose die Heilungschancen. Um Frühwarnzeichen der Schizophrenie rechtzeitig zu erkennen, arbeitet das FETZ mit Kirchen, Schulen und Jugendeinrichtungen zusammen.
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