ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2002Behandlung lumbaler Wurzelkompressionssyndrome: Schlusswort
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LNSLNS Dr. Fox weist in seinem Beitrag mit Recht auf die Bedeutung der Wirbelgelenke bei der Entstehung von Wurzelkompressionserscheinungen hin. Insbesondere bei der lateralen Spinalkanalstenose kommt es zu beidseitigen radikulären Symptomen, in erster Linie L5 und S1. Mit der Kernspintomographie ist es möglich, das pathologisch anatomische Substrat darzustellen. Die konservative Therapie sollte allerdings auf die Nervenwurzel gerichtet sein, um mit deren Abschwellung und Desensibilisierung die relative Raummenge im Rezessus lateralis zu beseitigen.
Die Erfolgsbeurteilung der intradiskalen Laseranwendung basiert auf den Angaben aus prospektiv randomisierten Studien, unter anderem aus dem Cochrane-Review. Dort, und in den Therapieempfehlungen der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, werden nur prospektiv randomisierte Studien gewertet. Retrospektive Studien, auch in Form multizentrischer Megaanalysen werden dabei weniger berücksichtigt.
Priv.-Doz. Perleth verweist mit Recht auf die unzureichende Evidenz bei der lokalen Injektionsbehandlung mit Lokalanästhetika und/oder Glucocorticoiden. Dies gilt allerdings nicht für die epiduralen Injektionen von Glucocorticosteroiden bei Patienten mit radikulärer Symptomatik. Aufgrund der Datenlage kommt die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft in der 2. Auflage 2000 zu folgender Therapieempfehlung:
„Positive Ergebnisse einzelner klinischer Studien gemeinsam mit metaanalytischen Auswertungen der vorliegenden Daten machen eine analgetische Wirkung der epiduralen Injektion von Glucocorticosteroiden bei Patienten mit radikulärer Symptomatik sehr wahrscheinlich.“
Weitere Studien sind wünschenswert. Diese werden unter anderem an unserer Klinik derzeit durchgeführt.

Prof. Dr. med. Jürgen Krämer
Orthopädische Universitätsklinik, St. Josef-Hospital
Gudrunstraße 56, 44791 Bochum

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