ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2002H.-p.-Eradikation und Reflux

MEDIZIN: Referiert

H.-p.-Eradikation und Reflux

Dtsch Arztebl 2002; 99(44): A-2949 / B-2502 / C-2346

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LNSLNS Weltweit nimmt die Durchseuchung mit Helicobacter pylori ab; konträr dazu erkranken immer mehr Menschen an Refluxsymptomen. Die Autoren berichten über eine Studie an 40 Patienten mit Refluxösophagitis, von denen eine Gruppe, die Helicobacter-pylori-positiv war, einer Eradikationstherapie unterzogen wurde. Eine zweite Gruppe erhielt ausschließlich Omeprazol. Wurde nur pH-metrisch analysiert, wie lange ein pH-Wert unter 4 in der Speiseröhre zu messen war, ergaben sich keine Unterschiede zwischen Helicobacter-pylori-positiven, Helicobacter-pylori-negativen und eradizierten Patienten. Die Situation war anders, wenn man pH-Werte unter 2 beziehungsweise unter 3 analysierte. Dann führte eine Helicobacter-pylori-Eradikation zu einer signifikanten Zunahme der Säurebelastung der Speiseröhre; bei 21 Prozent der Patienten kam es nach Sanierung der Helicobacter-pylori-Infektion zu einer Verschlimmerung der Refluxösophagitis. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Säurebelastung der Speiseröhre bei primärer Refluxkrankheit nach einer Helicobacter-pylori-Eradikation zunimmt und den klinischen Verlauf der Refluxkrankheit negativ zu beeinflussen vermag. w

Wu JCY, Chan FKL, Wong SKH et al.: Effect of Helicobacter pylori eradication on oesophageal acid exposure in patients with reflux oesophagitis. Aliment Pharmacol Ther 2002; 16: 545–552.

Dr. J. C. Y. Wu, Department of Medicine and Therapeutics, Prince of Wales Hospital, Shatin, Hongkong, E-Mail:
justinwu@ekno.com.

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