ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2002Arzneimittel: Sparen durch Reimporte

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Arzneimittel: Sparen durch Reimporte

Dtsch Arztebl 2002; 99(45): A-2974

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LNSLNS Untersuchung ergibt Einsparpotenzial von 450 Millionen Euro.
Durch reimportierte Arzneimittel haben die gesetzlichen Krankenkassen in der ersten Jahreshälfte 56 Millionen Euro Ausgaben eingespart. Zu diesem Ergebnis kam das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO). Hochgerechnet auf das Gesamtjahr, ließen sich dem Institut zufolge weitere 340 Millionen Euro einsparen. Das WIdO kritisiert allerdings, dass das Einsparpotenzial durch die Abgabe von Reimportpräparaten nur ungenügend genutzt werde. Im ersten Halbjahr 2002 seien lediglich in 19,5 Prozent der möglichen Fälle Reimporte in der Apotheke abgegeben worden.
Das Institut wies darüber hinaus Behauptungen zurück, wonach Reimporteure ihre Profitmargen im Windschatten der gesetzlichen Abgabepflicht durch Preiserhöhungen steigern würden. Gemäß der Untersuchung seien die Kosten für ein reimportiertes Präparat von 10,24 Prozent im Jahr 2001 nur minimal auf 9,95 Prozent in diesem Jahr gesunken. Das Fazit der WIdO: Die Abgabe von Reimporten sei unverändert wirtschaftlich und entlaste die Beiträge der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung.
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