ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2002Morbus Bechterew: Irreführende Angaben
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LNSLNS In der von uns in Berlin durchgeführten deutschen Studie mit Infliximab wurden 70 Patienten behandelt (nicht etwa nur 35!), das waren 35 Patienten in jeder Gruppe (also je 35 in der Infliximab- bzw. in der Placebo-Gruppe). In der amerikanischen Etanercept-Studie sind die Zahlen dagegen richtig zitiert: Insgesamt haben hier 40 Patienten, das heißt je 20 in der Verum- bzw. der Placebo-Gruppe, teilgenommen.
Die Response-Raten sind leider sehr irreführend wiedergegeben. Die Verbesserungsraten von 80 % für die Verum- und 30 % für die Placebogruppe aus der Etanercept-Studie beziehen sich auf 20 %-Verbesserung (!) eines nicht evaluierten Kombinationsscores, der in dieser Studie als primärer Outcome-Parameter ausgewählt worden war. Die für unsere Studie angegebene Response-Rate bezieht sich dagegen auf 50 %-Verbesserung (!) eines evaluierten Krankheitsaktivitätsindex (BASDAI), der in unserer Multicenterstudie (ein weiterer erheblicher Unterschied) als primärer Outcome-Parameter festgelegt war. Die Zahlen für eine 20%-Verbesserung sind auch in unserer Publikation enthalten und liegen natürlich viel höher (über 80 %).
Darüber hinaus waren im Gegensatz zu der deutschen Studie in der amerikanischen Studie sowohl Kortikosteroide als auch krankheitsmodifizierende Medikamente (DMARDs) wie Sulfasalazin und Methotrexat erlaubt . . .
Prof. Dr. med. Jürgen Braun, Prof. Dr. med. Sieper, Rheumazentrum Ruhrgebiet, St. Josefs-Krankenhaus, Landgrafenstraße 15, 44652 Herne
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