ArchivDeutsches Ärzteblatt6/1996„Prophylaxe – ein Leben lang„

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„Prophylaxe – ein Leben lang„

Clade, Harald

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LNSLNS BERLIN. Für ein lebensbegleitendes Programm zur Zahnprophylaxe hat sich die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) anläßlich eines Pressesymposiums Ende 1995 in Berlin ausgesprochen. Das Programm soll alle Altersstufen umfassen.
Wie Bundeszahnärztekammer-Präsident Dr. med. dent. Fritz-Josef Willmes berichtete, gibt es in Deutschland kein Betreuungsangebot für Erwachsene und für Kleinkinder. Aber gerade die ersten Lebensjahre seien entscheidend für die Zahngesundheit. Im Erwachsenenalter verlagere sich der Schwerpunkt von der Karies- auf die Parodontal-Prophylaxe.
Die BZÄK hat andererseits Bestrebungen der Krankenkassen zurückgewiesen, eine Intensivprophylaxe für Karies-Risikokinder verpflichtend durch Teams "vor Ort" einzuführen. Auch kollektive Fluoridierungsmaßnahmen beurteilt sie skeptisch. Das Konzept der Kassen sei ausgabentreibend. Es fehle die erzieherische und motivierende Komponente. Auch könne nicht unterstellt werden, daß Eltern die Teilnahme ihrer Kinder an der Intensivprophylaxe befürworten, wenn sie diese nicht ausdrücklich ablehnen. HC

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