ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2002Kombinationsbehandlung bei nächtlichem Säuredurchbruch ohne Nutzen

MEDIZIN: Referiert

Kombinationsbehandlung bei nächtlichem Säuredurchbruch ohne Nutzen

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LNSLNS Da einige wenige Patienten unter einer Protonenpumpenblocker-Therapie (PPI) nicht beschwerdefrei werden, ist von amerikanischen Autoren vorgeschlagen worden, um nächtliche Säureattacken zu blockieren, zusätzlich einen H2-Blocker einzusetzen.
Die Autoren führten deshalb bei 23 gesunden Freiwilligen und 20 Refluxpatienten pH-Messungen im Magenfundus und 5 cm oberhalb des unteren Ösophagussphinkters durch. Zunächst erhielten die Patienten zwei Wochen lang zweimal täglich 20 mg Omeprazol vor den Mahlzeiten, dann über 28 Tage Protonenpumpenblocker plus H2-Blocker (Ranitidin 300 mg) zur Nacht. Nur am ersten Tag war die Kombination PPI plus H2-Blocker der Monotherapie signifikant überlegen, was pH-Werte unter 4 in liegender Position betraf. Nach einer und nach vier Wochen war kein Unterschied mehr nachweisbar, da es offensichtlich innerhalb kurzer Zeit zu einer Toleranzentwicklung der Belegzelle gegenüber H2-Blockern kommt. w

Fackler WK, Ours TM, Richter JE et al.: Long-term effect of H2RA therapy on nocturnal gastric acid breakthrough. Gastroenterology 2002; 122: 625–632.

Joel E. Richter, M. D., Department of Gastroenterology, A30, Cleveland Clinic Foundation, 9500 Euclid Avenue, OH 44195, USA, E-Mail: richterj@ccf.org

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