ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2002Kardiale Effekte von Amiodaron: Schlusswort
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Die Diskussionsbeiträge der Kollegen weisen zu Recht darauf hin, dass neben der häufig beobachteten Amiodaron-Keratopathie als „eher harmlose“ Begleiterscheinung einer Amiodaron-Behandlung auch eine mit Erblindungsgefahr einhergehende wahrscheinlich Amiodaron-assoziierte Optikusneuropathie beschrieben wurde (1, 2). Diese Ergänzungen werden daher von uns dankbar aufgenommen. Für die Anwender von Amiodaron ist es wichtig, diese zwar seltene, aber gravierende Nebenwirkung zu kennen und, wie von uns in der Tabelle 1 aufgeführt, bei Visusverschlechterung unter Amiodaron-Gabe eine augenärztliche Untersuchung durchführen zu lassen, auch um nach einer Optikusneuropathie zu fahnden. Beim Nachweis einer derartigen Veränderung muss unter Berücksichtigung der alternativen Therapiemöglichkeiten und der ursprünglichen Indikation für die Amiodaron-Behandlung das Medikament in aller Regel abgesetzt werden.

Literatur
1. Sreih AF, Schönfeld MH, Marieb MA: Optic neuropathy following amiodarone therapy. Pacing Clin Electrophysiol 1999; 22: 1108–1110.
2. Polak BC, Tutein Nolthenius PA, Rietveld E: Visual impairment due to optic neuropathy in 2 patients on amiodarone therapy. Ned Tijdschr Geneeskd 2001; 145: 922–926.

Priv.-Doz. Dr. med. Thorsten Lewalter
Medizinische Klinik und Poliklinik II
Universitätsklinikum Bonn
Sigmund-Freud-Straße 25
53195 Bonn

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige