ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2002Hilfsmittel-Antrag: Beinprothese ist keine Überversorgung

Versicherungen

Hilfsmittel-Antrag: Beinprothese ist keine Überversorgung

Dtsch Arztebl 2002; 99(45): [67]

OVB

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LNSLNS Mit dem Hinweis, dass sie für die „Überversorgung“ ihrer Mitglieder nicht aufzukommen brauche, darf eine Krankenkasse nicht die Finanzierung eines modernen, zugleich teuren Hilfsgerätes für einen Behinderten verweigern. Diese Entscheidung traf das Bundessozialgericht unter dem Aktenzeichen B 3 KR 68/01 R.
Folgender Fall lag dieser Entscheidung zugrunde: Eine Mutter von mehreren Kindern war seit einiger Zeit aufgrund eines Motorradunfalls, bei dem sie ein Bein verloren hatte, behindert. Um ihre Beweglichkeit zu verbessern, beantragte sie bei der Krankenkasse die Finanzierung einer elektronisch gesteuerten Beinprothese im Wert von rund 20 000 Euro. Die Krankenkasse lehnte dies ab mit dem Hinweis, dass es sich dabei um eine „Überversorgung“ handelte. Mit dieser recht rüde anmutenden Argumentation kam die Krankenkasse allerdings nicht durch. Das Bundessozialgericht verwies auf die Vorteile, die ein solches modernes Hilfsgerät der behinderten Mutter bringen würde. Deshalb musste die Kasse zahlen. OVB
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