ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2002Klinische Bindungsforschung. Theorien · Methoden · Ergebnisse

BÜCHER

Klinische Bindungsforschung. Theorien · Methoden · Ergebnisse

Strauß, Bernhard; Buchheim, Anna; Kächele, Horst

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LNSLNS Bindungsforschung
Vielfältige Anregungen
Bernhard Strauß, Anna Buchheim, Horst Kächele (Hrsg.): Klinische Bindungsforschung. Theorien · Methoden · Ergebnisse. F. K. Schattauer Verlag, Stuttgart, 2002, XII, 372 Seiten, 16 Abbildungen, 22 Tabellen, gebunden, 40,95 A
Die klinische Bindungsforschung wurde lange Zeit vernachlässigt. Seit einigen Jahren sind Theoretiker und Praktiker jeglicher Provenienz jedoch auf die Bindungsforschung aufmerksam geworden. Denn sie regt nicht nur zur Weiterentwicklung psychologischer und psychopathologischer Modelle an, sondern erweitert auch das Handlungsspektrum von Psychotherapeuten und Ärzten. Das Buch richtet sich daher an Kliniker und Forscher. Es ist aus einer Kooperation der bisher bestehenden Forschungsaktivitäten entstanden und bietet einen Überblick über Ansätze, Methoden und Anwendungsfelder.
Das Buch ist in fünf Abschnitte gegliedert. Im ersten stellen Psychotherapeuten Überlegungen dazu an, wie verschiedene therapeutische Schulen von der Bindungsforschung profitieren können. Im zweiten Teil werden Methoden zur Erfassung von Bindung dargestellt, unter anderem Fragebögen, Interviewmethoden und Skalen. Der dritte Abschnitt behandelt die neurobiologischen Grundlagen von Bindung. Der vierte Teil enthält Aufsätze über die vielfältigen Arbeitsfelder und Anwendungsbereiche. Sie ermöglichen ein besseres Verständnis von Beziehungen zwischen Müttern und Kindern, Paaren sowie Patienten und Therapeuten. Außerdem sind sie für die Arbeit mit dissozialen Jugendlichen, Straftätern und Patienten mit psychosomatischen Störungen relevant. Im fünften Teil wird das entwicklungspsychologische Pendant zur klinischen Bindungsforschung dargestellt.
Das Buch bietet einen umfassenden Überblick zum aktuellen Stand der klinischen Bindungsforschung. Es enthält Anregungen und Informationen für Forscher, Therapeuten und Ärzte. Darüber hinaus zeigt es auf, wie wichtig ein Zusammenschluss von Theoretikern und Praktikern wäre und welche Fortschritte die Bindungsforschung ermöglichen könnte. Marion Sonnenmoser
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