ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2002Demenz: Hilfe in kleinen Schritten

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Demenz: Hilfe in kleinen Schritten

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Hoffnung versprechen neue Arzneimittelkombinationen. Foto: epd
Hoffnung versprechen neue Arzneimittelkombinationen.
Foto: epd
Kompetenznetz will engere fachliche Zusammenarbeit fördern.
Einheitliche Richtlinien für die Diagnostik und Therapie demenzieller Erkrankungen zu entwickeln – diese Aufgabe haben sich die am Kompetenznetz Demenzen Beteiligten gestellt. Zusammengeschlossen sind darin 13 universitäre, in erster Linie psychiatrische Zentren. Dazu kommen Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte, Pharmaunternehmen und Patientenorganisationen. Das Kompetenznetz Demenzen wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über bis zu fünf Jahre mit 2,5 Millionen Euro pro Jahr unterstützt.
In einer Studie wird derzeit untersucht, ob die Manifestation einer Alzheimer-Erkrankung bei Patienten mit leichten Gedächtnisstörungen verhindert werden kann, wenn man frühzeitig den Cholinesterase-Hemmer Galantamin mit dem NMDA-Rezeptorantagonisten Memantine kombiniert. Für beide Substanzen sei die Wirksamkeit belegt, hieß es in Berlin. In einer weiteren Teilstudie wird ergründet, ob eine Kombination beider Medikamente der alleinigen Gabe von Galantamin überlegen ist. Die beteiligten Patienten leiden hier bereits an einer leichten bis mittelschweren Alzheimer-Erkrankung. In beiden Studien geht es darum zu charakterisieren, welche Patienten auf die Therapie ansprechen.
Eine Vielzahl von Untersuchungen belegt nach Meinung von Prof. Dr. med. Isabella Heuser, dass sich die geistige Leistungsfähigkeit Betroffener mit geeigneten Antidementiva über mindestens zwölf Monate erhalten lässt und man darüber hinaus die Symptomatik der Erkrankung verzögern kann. „Ein frühzeitiger Einsatz dieser Antidementiva schenkt den Patienten wertvolle Zeit“, betonte Heuser. Auch für die schweren Stadien der Alzheimer-Demenz stehe seit kurzem ein europaweit zugelassener Wirkstoff zur Verfügung.
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