ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2002Kinder und Jugendliche: Schlecht versorgt

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Kinder und Jugendliche: Schlecht versorgt

PP 1, Ausgabe November 2002, Seite 486

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LNSLNS Eigene Bedarfsplanung und effektivere Gewaltprävention gefordert
Die prekäre Versorgungssituation für psychisch kranke Kinder und Jugendliche beklagte die Arbeitsgemeinschaft der Psychotherapeutenkammern anlässlich des Jahrestages für psychische Gesundheit am 10. Oktober. Dies zu ändern, sei besonders wichtig, weil in Deutschland „viele Kinder in Armut leben, bei psychisch kranken oder suchtkranken Eltern aufwachsen, vernachlässigt, missbraucht oder anderen Formen von Gewalt ausgesetzt sind“, heißt es in einer Pressemitteilung. Besonders von Gewalt betroffen seien Kinder aus sozial schwachen Familien mit Bildungsdefiziten. Die Arbeitsgemeinschaft fordert deshalb, eine eigene Bedarfsplanung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten aufzubauen, um den Opfern von Gewaltanwendung ausreichende Therapieplätze anbieten zu können. Präventionsmaßnahmen gegen Gewalt müssten besser aufeinander abgestimmt und ihre Wirksamkeit wissenschaftlich evaluiert werden. Weiter sollen auch Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in das im Sommer vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium gegründete „Deutsche Forum für Prävention und Gesund­heits­förder­ung“ berufen werden, fordert die Arbeitsgemeinschaft. „Auf den Sachverstand der klinischen Psychologie und Psychotherapie bei der Bewältigung gesellschaftlicher Zukunftsausgaben dürfe die Politik nicht verzichten.“ Der Arbeitsgemeinschaft der Psychotherapeutenkammern gehören zurzeit sieben Landespsychotherapeutenkammern und fünf Gründungsausschüsse für Kammern an. Federführend ist die Psychotherapeutenkammer Niedersachsen.
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