ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2002Disease Management: Erster Vertrag unterzeichnet

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Disease Management: Erster Vertrag unterzeichnet

PP 1, Ausgabe November 2002, Seite 486

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LNSLNS Bundesversicherungsamt hält die in Nordrhein getroffene Vereinbarung für zulassungsfähig.

Zwischen den Landesverbänden der gesetzlichen Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein ist der erste Vertrag über ein strukturiertes Behandlungsprogramm (DMP) zur Verbesserung der Versorgung von Brustkrebspatientinnen unterzeichnet worden. Nach einer Vorprüfung hat das Bundesversicherungsamt (BVA) die Zulassungsfähigkeit des Vertrags bestätigt. Dem Vertrag kommt nach Ansicht des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums als Modell für den Abschluss weiterer Verträge eine herausragende Bedeutung zu. Die Krankenkassen müssten nun dem BVA die noch ausstehenden Programmbestandteile, insbesondere den Nachweis über die teilnehmenden Krankenhäuser, zur Genehmigung vorlegen.
Beim Datenfluss konnte nach Ansicht der KV Nordrhein eine zufrieden stellende Regelung getroffen werden. Zur Verwaltung und Nutzung der Daten bilden die Vertragspartner eine gemeinsame Arbeitsgemeinschaft. Einigkeit besteht darüber, dass eine direkte Ansprache der Patienten durch die Krankenkassen ausgeschlossen sein wird. Allerdings haben die Kassen zu Zwecken der Qualitätssicherung auch im Einzelfall Zugriff auf die Patientendaten. Das BVA werde, so ihr Präsident Dr. Rainer Daubenbüchel, im weiteren Genehmigungsverfahren dafür Sorge tragen, dass dieses durch die Rechtsverordnung vorgeschriebene Zugriffsrecht nicht durch die noch ausstehende Geschäftsordnung der Arbeitsgemeinschaft de facto wieder ausgeschlossen wird.
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