POLITIK

Flexiblere Verträge

PP 1, Ausgabe November 2002, Seite 490

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Das Konzept der KBV sieht eine kassenartenbezogene Differenzierung von Bundesmantelverträgen auf Bundesebene und Gesamtverträgen auf Landesebene unter Einbeziehung dreiseitiger Verträge vor. Diese Verträge können durch entsprechende Abmachungen mit Krankenkassen weiter differenziert werden. Qualitätsanforderungen für die Versorgung und Vergütungsstrukturen müssen für Klinik und Praxis identisch sein. Die Einheitlichkeit der Leistungsgrundlagen gewährleistet der Bundes­aus­schuss.
Für die flächendeckende Regelversorgung gilt eine bedarfsabhängige Vertragsarztzulassung. Sie ist auch Voraussetzung für eine „versorgungsauftragsgebundene Regelversorgung mit qualitativen Anforderungen“ an Vertragsärzte. In diesem Rahmen lassen sich besondere Qualifikationen und Angebote einer Praxis anders bewerten als bisher.
Passend dazu bieten die gesetzlichen Krankenkassen Wahltarife an, zum Beispiel einen Hausarzttarif. Damit verpflichtet sich ein Versicherter, im Krankheitsfall immer erst seinen Hausarzt aufzusuchen und nur auf dessen Überweisung hin einen Facharzt. Um den ambulanten und den stationären Bereich besser zu verzahnen, schließen Kassen sektorübergreifende Integrationsverträge. Die Rahmenbedingungen hierfür regelt ein Kollektivvertrag. Krankenhausärzte werden bedarfsabhängig und versorgungsauftragsgebunden einbezogen. Die Psychotherapeuten sind eingebunden und werden angemessen vergütet.
Um die Rolle des Hausarztes zu stärken, kommen nicht nur spezielle Tarife infrage. Zusätzlich wäre es möglich, Versicherten maximal eine Erstkonsultation beim Hausarzt und eine bei einem Facharzt pro Quartal vorzuschreiben. Weitere Arztbesuche wären dann nur auf Überweisung möglich.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema