ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2002Prävention: Gezielte Trainingsprogramme

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Prävention: Gezielte Trainingsprogramme

Dtsch Arztebl 2002; 99(46): A-3086 / B-2611 / C-2438

Schefers-Wenning, Monika

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LNSLNS . . . Viele Patienten, die wegen psychosomatischer Symptome behandelt werden, leiden unter Mobbing, Burnout und depressiver Erschöpfung im Rahmen der zunehmenden Verdichtung des täglichen Arbeitsaufkommens. Daraus resultiert nicht selten auch ein Rentenbegehren. Allgemein wird eine Prävention im Arbeitsplatzbereich vermisst, die bereits im Vorfeld den Betroffenen aktiv unterstützt. Speziell auch dann, wenn die Arbeitnehmer bereits psychosomatisch oder somatopsychisch reagieren und dadurch immense Kosten im Gesundheitswesen verursachen. Leider wird nur wenig bei Störungen in diesem Bereich reagiert, was z. B. Veränderungen oder Umsetzungen am Arbeitsplatz betrifft.
Im klinischen Alltag einer psychosomatischen Klinik erfahren wir tagtäglich von diesen Konfrontationen und Enttäuschungen. Wir sehen auch immer wieder, wie sich Patienten als „sprachlose Opfer“ ihrer Arbeitssituation „ausgeliefert“ erleben und kaum eigene Möglichkeiten haben, sich selbst dagegen wehren zu können.
In unserer Rehabilitationsklinik bieten wir eine Berufsproblemegruppe an, in welcher durch gezielte Trainingsprogramme den Patienten Werkzeuge in die Hand gegeben werden, sich erfolgreich am Arbeitsplatz psychosozial reintegrieren zu können. Die primäre Notwendigkeit wäre natürlich, möglichst rasch Konzepte zu entwickeln, welche im Vorfeld eingreifen und wodurch langfristig Kosten in Arbeitsfeld und Gesundheitswesen gesenkt werden könnten.
Monika Schefers-Wenning,
Dipl.-Päd., Psychosomatische Fachklinik Kinzigtal, 77723 Gengenbach
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