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Interferon alpha-2a

Korzilius, Heike

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LNSLNS 1) Verbesserte Überlebensrate bei Nierenkarzinom Patienten mit Nierenkrebs im fortgeschrittenen Stadium, die mit einer Kombination von Interferon alpha-2a (Roferon-A®, Hoffmann-La Roche) und dem Chemotherapeutikum Vinblastin behandelt werden, haben eine 80 Prozent höhere Überlebensrate als Patienten, die ausschließlich zytostatisch behandelt werden. Dies ist das Ergebnis einer Multizenterstudie, die in Finnland mit einer randomisierten Gruppe von 160 Patienten durchgeführt worden ist.
Hierbei wurde 79 Patienten eine Kombination von Interferon alpha-2a und Vinblastin verabreicht; 81 Patienten erhielten ausschließlich Vinblastin. Die mittlere Überlebensrate unter Kombinationstherapie lag bei 15,8 Monaten, die der Kontrollgruppe bei 8,8 Monaten. Außerdem konnte ein signifikanter Rückgang der Tumorgröße bei 13 Patienten festgestellt werden, denen die Kombination verabreicht wurde. Bei sieben Patienten verschwanden alle Tumoranzeichen. In der Kontrollgruppe reduzierte sich die Tumorgröße nur bei zwei Patienten.
Während der Studie wurde Interferon alpha-2a dreimal wöchentlich in einer Dosis von 18 Millionen IE subkutan injiziert. Dazu wurde einmal alle drei Wochen Vinblastin in einer Dosis von 0,1 mg/kg KG intravenös verabreicht. Einige der Patienten mußten die Dosis von Interferon alpha-2a wegen typischer Nebenwirkungen wie Fieber, Muskelschmerzen und Müdigkeit senken. Diese Patienten hatten jedoch dieselbe Überlebensrate wie die, deren Dosis dem Studiendesign entsprach. HK


2) Multizenterstudie bei Melanom-Patienten
3) Werden Patienten, deren malignes Melanom in einem frühen Stadium operativ entfernt worden ist, anschließend mit Interferon alpha-2a behandelt, wird die Remissionszeit verlängert und die Überlebensrate erhöht. Das ist das Ergebnis einer randomisierten Multizenter-Studie, die an 31 französischen Krankenhäusern durchgeführt wurde.
An der Studie nahmen Patienten teil, deren Tumor eine Dicke von mehr als 1,5 Millimeter aufwies, der aber keine Metastasen in den Lymphknoten gebildet hatte. Interferon alpha-2a wurde 18 Monate lang dreimal wöchentlich in einer Dosis von drei Millionen IE subkutan oder intramuskulär injiziert. Von 493 ausgewählten Patienten wurden 248 mit Interferon alpha-2a behandelt und mit einer Kontrollgruppe von 245 Patienten verglichen, die nicht behandelt wurden. Die geschätzte relative Risiko-Reduktion für die Gruppe der mit Interferon behandelten Patienten liegt nach drei Jahren bei 28 Prozent. Die geringe Dosis vertrugen die meisten Patienten gut. Lediglich zehn Prozent litten an schweren Nebenwirkungen, die jedoch verschwanden, wenn die Behandlung ausgesetzt wurde.
HK

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