ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2002Medica 2002: Ausgereifte Lösungen für das Krankenhaus

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Medica 2002: Ausgereifte Lösungen für das Krankenhaus

Krüger-Brand, Heike E.

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Bildansicht aus der Software „Orbis Endoskopie“
Bildansicht aus der Software „Orbis Endoskopie“
Die durchgängige EDV-technische Unterstützung der Arbeits- und Kommunikationsprozesse ist ein Hauptthema der Software-Anbieter für diesen Bereich.

- Ein medizinisches Expertensystem mit elektronischer Patientenakte präsentiert die Firma Softgate, Erlangen (www.soft-gate.de). Die deutsche Version der Kliniksoftware Dossier ist für alle medizinischen Fachgebiete geeignet. Eine Besonderheit ist die integrierte medizinische Wissensdatenbank mit mehr als 150 000 Fachbegriffen. Die Standardversion enthält rund 350 Befundvorlagen, die an Symptomen und Krankheitsbildern ausgerichtet sind, aber auch spezifisch angepasst werden können. Zusätzlich lassen sich medizinische Fachinformationen, wie Standardwerke und Behandlungsleitlinien, aus integrierten oder Online-Datenbanken abfragen und in die Berichte übernehmen. In der elektronischen Patientenakte werden sämtliche patientenbezogenen Daten verarbeitet, die damit an den Arbeitsplätzen im Krankenhaus zur Verfügung stehen. Dossier wird über Handheld, Laptop oder Desktop bedient. Die Anbindung an bestehende Systeme ist über standardisierte Schnittstellen sichergestellt. (Halle 16/C 06)

- Den Prototyp eines Patienteninformationsterminals stellt die Firma Magrathea, Hannover, vor. Das Informationsterminal „TimeBase PI“ ist ein Infokiosk in einem Krankenhaus, an dem sich der Patient selbstständig über seine Termine informieren kann. Darüber hinaus zeigt das Unternehmen Erweiterungen seines Zeit- und Ressourcen-Managementsystems, unter anderem das Order-Entry- und das Leistungserfassungs-Modul. Letzteres unterstützt die Erfassung, Quittierung und Bewertung von Terminen (Leistungen am Patienten). Die Informationen können an ein KIS und als Prozeduren an DRG-Grouper zur Bearbeitung weitergeleitet werden. Mit dem Zeit- und Ressourcenmanagementsystem gibt es die Möglichkeit, clinical pathways als Sollvorschrift abzulegen. Das System berücksichtigt dabei die Ressourcensituation des Krankenhauses.
(Halle 16/D 41, A 21, E 51)

- Mit der Software „Orbis Endoskopie“ lassen sich Befunde, Bilder und Diagnosen aus endoskopischen Untersuchungen erfassen und in der Einrichtung zur Verfügung stellen. Die Lösung ist eine Komponente für das Krankenhausinformations- und Managementsystem der GWI AG, Bonn (www.gwi-ag.com). Vorbereitete Formulare und das integrierte Fachterminologie-Modul unterstützen die Erfassung von Indikationen, Vordiagnosen und -befunden. Bilder und Befunde stehen als Untersuchungsergebnisse sofort überall im Krankenhaus zur Verfügung. Durch die automatisierte Ermittlung von Hausleistungen, ICD- und OPS-Codes liegen die abrechnungsrelevanten Daten direkt im Rechnungswesen vor.
Mit der Sieda GmbH, Kaiserslautern (www.sieda.com) präsentiert das Unternehmen die überarbeitete Softwarelösung „Orbis-Dienstplan“, mit der Krankenhäuser ihre Dienstplanung automatisieren und optimieren können. Daneben sind das Modul „Zeitwirtschaft“ und das Web-Informationssystem „Mein-Dienstpl@n“ für Mitarbeiter zu sehen. (Halle 16/E 39)

Elektronische Patientenakte „OS:EPA“
Elektronische Patientenakte „OS:EPA“
- Die Atoss Software AG, München (www.atoss.com), stellt ihre Lösung für das Personalressourcen-Management im Gesundheitswesen vor. Das Programm ist modular aufgebaut und setzt sich schwerpunktmäßig aus den Bereichen Zeitwirtschaft und Dienstplanung zusammen, die optional um die Themen Prozesse, Personalkostenerfassung und Wissensmanagement erweitert werden können. Halle 16/B 42

- Bei fliegel data, Höxter, steht das Krankenhausinformationssystem „fd-klinika“ mit Lösungen für die IT-Security, DRG-Kalkulation und Workflow-Optimierung im Mittelpunkt. Das System ermöglicht es, Leistungen und Kosten exakt für den einzelnen Patienten zu bestimmen. Sämtliche Vorgänge – von der Anamnese bis zu Entlassungsbriefen – kann der Anwender digital diktieren. Spracherkennung, Home-Arbeitsplatz und Anbindung externer Schreibbüros sind integriert. Der DRG-Arbeitsplatz gewährleistet eine vollständige Erfassung des medizinischen Falls. Das 3-Stufen-Konzept sieht die Bearbeitung, das Controlling und die Analyse der Diagnose- und Prozedurencodes sowie die daraus ermittelten DRGs vor.
(Halle 16/21 A)

- Zusätzlich zum XML-basierten medizinischen Dokumentationssystem demonstriert die dr.heydenreich GmbH, Greifswald (www.dr heydenreich.de), Open-Source-Lösungen für die interne Kommunikation im Krankenhaus. Auf der Basis des Open Source Application Servers ZOPE präsentiert das Unternehmen Content-Management-Lösungen für medizinische Inhalte. Intranets dienen als zentrale Informationsstelle für interne Informationen und wissenschaftliche Publikationen. Termine und Ressourcen lassen sich über das Intranet abwickeln. Integrierte Kommunikationsmöglichkeiten, wie Chat, E-Mail-Systeme, Foren und Newsboard, unterstützen Informations- und Austauschprozesse.
(Halle 16/D 42)

- Die Medos AG, Langenselbold (www.medos.de), präsentiert eine Lösung, die unter Einbeziehung einzelner Abteilungssysteme die gesamte Kommunikation in einer medizinischen Einrichtung abdeckt. Die webbasierte Plattform führt verschiedene IT-Produkte unter einer einheitlichen Oberfläche und in einem einheitlichen Workflow zusammen. Mit der Web-Technologie ist es möglich, Originalbefunde in den bestehenden Informationssystemen zu belassen und nur die patientenbezogene Aufbereitung durchzuführen. Anhand von Verweisen, die in einer elektronischen Basisakte verwaltet werden, kann der Benutzer auf externe Text-, Ton- und Bilddateien eines Patienten zugreifen. Die Lösung zeichnet sich durch die modulare Systemarchitektur, durch Kommunikationsstandards und offene Schnittstellen aus.
(Halle 16/B 19)

- Durch die Kooperation zwischen NovaCom, Kaarst (www.novacom-kaarst.de), und Systema, Erding (www.syste ma.info), sind die KIS-Systeme NC-Akut und NC-Reha für Akutkrankenhäuser und Reha-Kliniken um den „mpa – medical process assistant“ erweitert worden, der einen prozessgesteuerten Workflow ermöglicht und den komplexen Ablauf von der Diagnose bis zur Therapie durchgängig unterstützt. (Halle 16/D 41)

- Die Version 4 ihrer elektronischen Patientenakte „OS:EPA“ (www.epa.de) stellt Optimal Systems, Berlin, vor. Die Software ist als 3-Tier-Architektur realisiert. Der Enterprisemanager, Datenbank-Piping sowie neue Import- und Exportschnittstellen unterstützen die Arbeit des Administrators. Mit dem integrierten Workflow auf Systemebene erweitert sich die Funktionalität der Software vom Informations- zum Vorgangsmanagement. Künftig lassen sich damit Behandlungsprozesse (clinical pathways) elektronisch abbilden. Zusatzfunktionen sind digitale Signatur, Spracherkennung, Terminmanagement und Pflegeplanung. Die Leistungsdokumentation bietet die Möglichkeit, Leistungen zu erfassen, nach vorgegebenen Schlüsseln zu codieren und abrechnungsrelevanten Positionen (Fallpauschalen, Sonderentgelten, DRGs) zuzuordnen. Die Software ermöglicht die Datenübernahme aus vorhandenen Systemen und ist beliebig skalierbar. Zu sehen ist auch die für Rehabilitations-Einrichtungen entwickelte Lösung „OS:EPA_reha“.
(Halle 16/E 57)

- Messethemen der InterComponentWare AG, Walldorf (www.intercomponent ware.com), sind schwerpunktmäßig die elektronische Patientenakte „LifeSensor“ sowie die praktische Umsetzung des elektronischen Rezeptes. Die Software wurde unter anderem im Hinblick auf Performance, Schnelligkeit, Anbindung medizintechnischer Geräte sowie Leistungssteigerung des Diabetes-Assistenten überarbeitet.
(Halle 17 Stand A05) KBr
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