ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2002Rheinland-Pfalz: Unzufriedene Klinikärzte

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Rheinland-Pfalz: Unzufriedene Klinikärzte

Dtsch Arztebl 2002; 99(47): A-3140 / B-2652 / C-2472

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LNSLNS Ärztekammerpräsident hofft auf positive Effekte des Ärztemangels.
Nur fünf Prozent der rheinland-pfälzischen Krankenhausärzte arbeiten weniger als 40 Stunden in der Woche. Bei 95 Prozent der Ärzte liegt die durchschnittliche Wochen-Arbeitszeit ohne Bereitschaftsdienste deutlich über der tariflich festgelegten 38,5-Stunden-Woche. Jeder dritte Arzt arbeitet zwischen 45 und 49 Stunden, jeder fünfte sogar 50 bis 54 Stunden wöchentlich. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, deren Ergebnisse die Lan­des­ärz­te­kam­mer Rheinland-Pfalz veröffentlichte.
Jeder dritte befragte Arzt würde den Beruf „sicher nicht“ wieder ergreifen. Ein Wert, der den derzeitigen Arbeitsmarkt widerspiegelt, auf dem es immer schwieriger wird, offene Klinikstellen zu besetzen. Für Ärztekammer-Präsident Prof. Dr. med. Frieder Hessenauer sind diese Umfrage-Ergebnisse alarmierend. „Wir müssen dringend gemeinsam neue Wege beschreiten, um qualifizierte Mitarbeiter in den Kliniken zu halten.“ Der derzeitige Ärztemangel biete hier auch Chancen. Die Ärzte seien nicht mehr gezwungen, jede Arbeit anzunehmen. Sie könnten sich mittlerweile für ein Haus entscheiden, das ihnen gute Arbeitsbedingungen und attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten biete.
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