ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2002Positivliste: Einsparungen erwartet

AKTUELL

Positivliste: Einsparungen erwartet

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Gesetzentwurf an die Beteiligten versandt
Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung hat den Gesetzentwurf zur Einführung einer Positivliste am 15. November an die beteiligten Verbände und Organisationen verschickt. Die Liste verzeichnet alle zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung verordnungsfähigen Medikamente. Sie soll die bisherige Negativliste ablösen.
„Die Positivliste leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Qualität der Arzneimittelversorgung und erhöht gleichzeitig die Transparenz des Arzneimittelangebots“, erklärte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Die Liste berücksichtige alle Medikamente, die nach dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis für eine sachgerechte Behandlung, Prävention oder Diagnostik geeignet seien. Dazu gehörten auch Phytotherapeutika, Homöopathika und anthroposophische Arzneimittel, betonte Schmidt. Das Bundesgesundheitsministerium erhofft sich entgegen früheren Bekundungen von der Liste Einsparungen von rund 800 Millionen Euro jährlich.
Als gesundheitsökonomisch verfehlt kritisierte der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller die Positivliste. Sie bedeute das „Aus“ für viele bewährte Präparate.

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote