BÜCHER

Schmerztherapie

Dtsch Arztebl 2002; 99(47): A-3174 / B-2681

Beck, Helge; Martin, Eike; Motsch, Johann; Esch, Jochen Schulte am

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Schmerztherapie
Interdisziplinäres Konzept
Helge Beck, Eike Martin, Johann Motsch, Jochen Schulte am Esch (Hrsg.): Schmerztherapie. ains (Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie), Band 4, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York, 2002, XV, 615 Seiten, 196 Abbildungen, 171 Tabellen, gebunden, 99 €
Schmerztherapie als eine der vier Säulen des Fachgebietes Anästhesiologie – Schmerztherapie als interdisziplinäre Aufgabe. Wie lässt sich dieser Widerspruch auflösen? Mit diesem Buch. Als vierter Band einer Gesamtkonzeption richtet sich dieses Werk nicht nur an schmerztherapeutisch tätige Anästhesisten, sondern schlägt auch Brücken zu anderen Disziplinen. Vom Orthopäden zum Pharmakologen, vom Kardiologen zum Psychotherapeuten finden sich in der Autorenliste namhafte Persönlichkeiten der jeweiligen Fachrichtung.
Das Lehrbuch stellt geschickt die verschiedenen Facetten der Schmerztherapie dar: Im entsprechenden Kapitel kann sich der Leser dem Phänomen „Schmerz“ anhand einer topographischen Systematik nähern, oder er entscheidet sich für die Illustration innerhalb einer Fachdisziplin, zum Beispiel Rheumatologie oder Sportmedizin. Wer möchte, kann auch die Eliminationsgeschwindigkeit von 6-Methoxy-2-Naphtyl-Essigsäure nachschlagen.
Innovativ ist die Idee, einzelne Schmerzerkrankungen in einer Diskussionsform zu vermitteln, bei der die einzelnen Fachrichtungen sozusagen miteinander ins Gespräch kommen. Beim „Rückenschmerz“ stellt zum Beispiel jeweils ein Orthopäde, Neurologe, Psychosomatiker und Anästhesist das Prozedere aus seiner Sicht dar. Das Resultat ist eine lebendige Präsentation aller therapeutischen Möglichkeiten bei diesem häufig chronifizierenden Krankheitsbild. Dem Schmerz bei HIV-Infektion oder der Beschreibung des Vorgehens bei berufsbedingten Schmerzzuständen wurden eigene Kapitel gewidmet.
Schwierige Inhalte lesbar zu machen – das ist diesem Lehrbuch gelungen. Dabei erfüllt es immer die Kriterien Aktualität, Berücksichtigung der Grundlagen und Praxisbezug. Die schematischen Abbildungen sind didaktisch gut aufbereitet, viele Fotografien tragen zur Anschaulichkeit bei. Der Interessierte findet in den Literaturhinweisen alle weiterführenden Arbeiten zum Thema Schmerz.
Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch, das Grundlagen und Praxis der Schmerztherapie in einem interdisziplinären Konzept veranschaulicht. Stefan Wirz
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