ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2002HBeAg erhöht Krebsrisiko

MEDIZIN: Referiert

HBeAg erhöht Krebsrisiko

Dtsch Arztebl 2002; 99(47): A-3195 / B-2694 / C-2509

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LNSLNS Eine chronische Virushepatitis führt nicht selten über die Leberzirrhose zu einem hepatozellulären Karzinom. Die Autoren berichten über eine prospektive Studie, bei der das Risiko, ein hepatozelluläres Karzinom zu entwickeln, bei Patienten mit aktiver Virusreplikation des HBV analysiert wurden. An der Studie nahmen 11 893 Männer aus Taiwan teil, deren Serum auf HBsAg (Hepatitis-B-Surface-Antigen) und HBeAg (Hepatitis-B-Envelope-Antigen) mittels Radioimmunoassay untersucht wurde. Während 92 359 Personen/Jahre Nachbeobachtungszeit wurden 111 Fälle eines hepatozellulären Karzinoms beobachtet. Das relative Risiko, ein hepatozelluläres Karzinom zu entwickeln, wurde mit 9,6 für Personen ermittelt, die nur HbsAg-positiv waren und mit 60,2 für die Personen, die sowohl HbsAg- und HbeAg-positiv waren. Als Vergleichsgruppe dienten Männer, die für beide Antigene negativ waren. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass der positive Nachweis von HBe-Antigen mit einem erhöhten Risiko für das hepatozelluläre Karzinom vergesellschaftet ist. w

Yang Hiwai-I SN Lu, Liaw YF et al.: Hepatitis Be antigen and the risk of hepatocellular carcinoma. Eng J Med 2002; 347: 168–174.
Dr. Chien-Jen Chen, College of Public Health, National Taiwan University, 1 Jen-Ai Rd, Section 1, Taipei 10018, Taiwan, E-Mail: cjchen@ha.mc.ntu.edu.tw.

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