ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2002Mädchenbeschneidung: Prominente Gegnerinnen

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Mädchenbeschneidung: Prominente Gegnerinnen

Dtsch Arztebl 2002; 99(48): A-3216 / B-2712 / C-2528

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Engagiert im Kampf gegen Beschneidung: Waris Dirie und Katja Riemann Foto: dpa
Engagiert im Kampf gegen Beschneidung: Waris Dirie und Katja Riemann Foto: dpa
Waris Dirie und Katja Riemann unterstützen UNICEF.
Weltweit werden jährlich immer noch etwa zwei Millionen Mädchen an ihren Geschlechtsorganen verstümmelt. In 28 Ländern Afrikas sowie Teilen Asiens und des Mittleren Ostens ist die Mädchenbeschneidung noch weit verbreitet, nicht zuletzt weil sie als zentrale Voraussetzung für eine Ehe gilt. Darauf hat Anfang November das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, hingewiesen. Unter Beteiligung der selbst betroffenen Buchautorin Waris Dirie, früher ein bekanntes Model, und der Schauspielerin Katja Riemann rief UNICEF in Berlin dazu auf, die grausame Tradition zu stoppen.
Beschneidungen, aber auch Kinderhochzeiten lassen sich nach Auffassung von UNICEF allerdings nicht allein durch Verbote überwinden. Entscheidend seien Aufklärungs- und Bildungsprogramme. Als beispielhaft gilt die Arbeit der Organisation Tostan („Durchbruch“) im Senegal. Dort haben sich als Folge eines breit angelegten Bildungsprogramms mehr als 700 Dorfgemeinschaften entschieden, Mädchen nicht länger zu beschneiden.
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