ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2002E-Learning: Wissen „atomar“ strukturiert

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E-Learning: Wissen „atomar“ strukturiert

Dtsch Arztebl 2002; 99(48): A-3222 / B-2714 / C-2530

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www.physiologie.uni-kiel.de/medu
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Medizin-Projekt „med:u“ in Bochum, Dresden, Kiel und Rostock

Um medizinisches Wissen zu erwerben, sich untereinander und mit Dozenten auszutauschen und in Gruppen an Problemen zu arbeiten, können Medizinstudierende eine neue internetgestützte Lernplattform nutzen: „med:u – e-learning in medical education“ ist das Verbundprojekt der Ruhr-Universität Bochum, der Universitäten Kiel und Rostock sowie der TU Dresden (Informationen unter www. physiologie.uni-kiel. de/medu). Herzstück der e-Learning-Umgebung ist die Plattform JaTeK (Java based Teleteaching Kit).
Das Bundesbildungsministerium fördert das Projekt seit August 2001 bis Ende 2003 mit rund 1,6 Millionen Euro. Ziel ist, für die Medizinerausbildung eine flexible Internet-Plattform bereitzustellen, über die Studierende und Dozenten auf Module zugreifen können. Diese werden von medizinischen Experten erstellt und ständig aktualisiert. Die fachlichen Schwerpunkte des Projekts sind Atmung, Neurowissenschaften und Herz-Kreislauf-System.
Die multimediabasierten, wiederverwendbaren Lerninhalte – Videos, Bilder, Animationen, Texte, Audiodateien – fließen in eine gemeinsame Datenbank ein und sind auf der Plattform JaTeK als kleine, „atomare“ Wissensmodule abrufbar. Die Dozenten stellen aus diesen Modulen Kurse nach ihren Anforderungen zusammen, auf die die Studierenden zugreifen können.
In Bochum und Kiel wurde die Plattform im Sommersemester 2002 erstmals erprobt. So erarbeiteten sich in Bochum 300 Studierende in Gruppen bis zu sieben Personen an realistischen klinischen Fällen die Grundlagen integrierten medizinischen Wissens. Mit JaTeK konnten sie Arbeitsergebnisse austauschen, an zusätzliche Informationen gelangen und Experten befragen. In Kiel haben Studierende eine Vorlesung auf der Plattform nachbereitet. In diesem Wintersemester wird JaTeK im Physiologischen Praktikum eingesetzt. Langfristig sollen sich Ärzte auf der Plattform berufsbegleitend weiterbilden können.
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