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Demenzen
Lektüre und Nachschlagewerk

Konrad Beyreuther, Karl Max Einhäupl, Hans Förstl, Alexander Kurz (Hrsg.): Demenzen. Grundlagen und Klinik. Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York, 2002, XII, 448 Seiten, 140 Abbildungen, 101 Tabellen, 149 €
Früher sprach man nur von „der Demenz“ und meinte damit eine irreversible Schädigung einer bisher intakten Intelligenz. Im Wesentlichen erstreckte sich das Interesse auf die Demenz vom Alzheimer-Typ. Heute kennen wir eine Vielform von demenziellen Syndromen, wobei die größte praktische und epidemiologische Bedeutung immer noch die Alzheimerdemenz hat.
Das Buch beginnt mit einem Abschnitt über normales und pathologisches kognitives Altern, leitet dann zur Epidemiologie der Demenzen über, handelt die Diagnose und Differenzialdiagnose über Demenzen ab und widmet sich in einem ausführlichen Kapitel der Alzheimerdemenz, wobei auch die aktuelle molekulare Pathologie berücksichtigt wird. Darüber hinaus werden neuroanatomische, neuroradiologische und neurophysiologische Aspekte dargestellt. Dieser Abschnitt endet mit einem Kapitel über die Therapie und Prävention, in dem kritisch alle heute zur Verfügung stehenden therapeutischen Optionen diskutiert werden.
Zudem werden Demenzen bei zerebrovaskulären Krankheiten, bei frontotemporaler lobärer Degeneration bei verschiedenen Erkrankungen mit subkortikalen Degenerationen und Bewegungsstörungen (Chorea Huntington, Ataxien) beschrieben. Nach einem Abschnitt über die Demenz bei infektiösen Erkrankungen ist ein Kapitel den seltenen Demenzformen, hier insbesondere auch den toxischen Formen gewidmet. Im letzten Kapitel werden potenziell behebbare Demenzen abgehandelt, einschließlich Demenzen bei psychiatrischen Erkrankungen.
Trotz der Vielzahl der beteiligten Autoren ist der Stil relativ einheitlich und die Lesbarkeit nicht beeinträchtigt. Das Buch ist nicht nur den Neurologen, sondern allen Berufsgruppen, die sich mit demenziellen Erkrankungen befassen, zu empfehlen.
Jean-Pierre Malin
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