ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2002Kein erhöhtes Krebsrisiko durch kosmische Strahlung bei Piloten

MEDIZIN: Referiert

Kein erhöhtes Krebsrisiko durch kosmische Strahlung bei Piloten

Dtsch Arztebl 2002; 99(48): A-3264 / B-2749 / C-2561

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LNSLNS Piloten sind einer ionisierenden Strahlung von 2 bis 6 mSv pro Jahr ausgesetzt. Es wurde untersucht, ob bei Piloten in Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden ein erhöhtes Krebsrisiko nachweisbar ist. 10 032 Piloten wurden über durchschnittlich 17 Jahre beobachtet. Die Zahl der Krebserkrankungen wurde über nationale Krebsregister erfasst. 466 Piloten erkrankten an einem Karzinom, zu erwarten waren 456 Fälle. Die einzige signifikante Zunahme bei standardisierten Inzidenzraten betrafen den Hautkrebs. Das Risiko für das maligne Melanom war um den Faktor 2,3, für das Basaliom um den Faktor 2,5 erhöht. Das Risiko, an einem Hautkrebs zu erkranken, nahm mit der geschätzten Strahlendosis zu. Wahrscheinlich, so die Autoren, erhöht die kosmische Strahlung das Krebsrisiko nicht, mit Ausnahme des Risikos für Hautkrebs. w

Pukkala E, R Aspholm, A Auvinen et al.: Incidence of cancer among Nordic airline pilots over five decades: occupational cohort study. BMJ 2002; 325: 567–569.

Dr. E. Pukkala, Finnish Cancer Registry, Institute of Statistical and Epidemiological Cancer Research, Liisankatu 21 B, 00170 Helsinki, Finnland, E-Mail: eero.pukkala@ cancer.fi

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