ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2002Thiopurinmethyltransferase-Messung bei Azathioprin

MEDIZIN: Referiert

Thiopurinmethyltransferase-Messung bei Azathioprin

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LNSLNS Die (kostenlose) Bestimmung der Thiopurinmethyltransferase-Aktivität, die durch das Dr. Margarete Fischer-Bosch Institut mit Sitz in Stuttgart
vorgenommen werden kann, spielt bei der Behandlung von Patienten, die unter chronisch entzündlichen Darm­er­krank­ungen leiden, mit dem Wirkstoff Azathioprin eine zunehmende Rolle.
Bei Patienten, die eine niedrige Thiopurinmethyltransferase- (TPMT-)
Aktivität aufweisen, kann frühzeitig mit einer Knochenmark-Suppression gerechnet werden. Darüber hinaus beeinflusst offenbar die Thiopurinmethyltransferase-Aktivität auch den klinischen Verlauf chronisch entzündlicher Darm­er­krank­ungen unter niedrig dosierter Therapie mit dem Wirkstoff Azathioprin (< 2 mg/kg).
Patienten, die unter der Behandlung neutropen wurden, hatten signifikant niedrigere TPMT-Werte als Patienten, die andere unerwünschte Wirkungen aufwiesen. Ferner zeigte sich, dass Patienten mit niedrigem TPMT-Spiegel signifikant weniger Rezidive aufwiesen als Patienten mit Aktivitätswerten über 20 nmol/mL Erythrozyten pro Stunde. w

Campbell S, Kingstone S, Ghosh S: Relevance of thiopurine methyltransferase activity in inflammatory bowel disease patients maintained on low-dose azathioprine. Aliment Pharmacol Ther 2002; 16: 389–398.

Dr. S. Ghosh, Gastrointestinal Unit, Department of Medical Sciences, University of Edinburgh, Western General Hospital, Crewe Road, Edinburgh, EH4 2XU, Großbritannien, E-Mail: sg@srol.med.ed.ac.uk.

Tremaine W: Failure to Yield: Drug resistance in inflammatory bowel disease. Gastroenterology 2002; 122: 1165–1167.

Dr. W. J. Tremaine, Mayo Clinic, 200 1st St. SW, Rochester, Minnesota 55905, USA, E-Mail: tremaine.william@mayo.edu
  • Hinweis
    Dtsch Arztebl 2003; 100(1-2): A-50 / B-48 / C-47
    MWR

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