ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2002Mammographie: Screening wird 2003 gestartet

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Mammographie: Screening wird 2003 gestartet

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Bis 2005 soll das Mammographie-Screening flächendeckend eingeführt werden. Foto: phalanx
Bis 2005 soll das Mammographie-Screening flächendeckend eingeführt werden. Foto: phalanx
Zielgruppe sind Frauen zwischen 50 und 69 Jahren.
Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) werden von Januar 2003 an stufenweise die Früherkennungs-Mammographie einführen. Bis 2005 soll es flächendeckend 80 Standorte geben. Dort werden sich Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre von qualifizierten Vertragsärzten untersuchen lassen können.
Für dieses Screening von bis zu zehn Millionen gesetzlich Versicherten rechneten die Krankenkassen mit zusätzlichen Kosten von schätzungsweise 300 Millionen Euro pro Jahr, erläuterte Rolf Stuppardt am Montag in Berlin. Er ist Vorstandsvorsitzender des Innungskrankenkassen-Bundesverbandes. Ziel sei es, 3 500 Todesfälle pro Jahr zu vermeiden.
Innerhalb dieses Screening-Programms sollen die entsprechenden europäischen Leitlinien umgesetzt werden und Erfahrungen aus vier deutschen Modellprojekten einfließen. Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm, Erster Vorsitzender der KBV, betonte, das Ziel ließe sich nur erreichen, wenn mindestens 70 Prozent der eingeladenen Frauen zur Untersuchung kämen.
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