ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2002Selbstmedikation: Testergebnis enttäuschend

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Selbstmedikation: Testergebnis enttäuschend

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Für psychotherapeutische Leistungen legte der Gesetzgeber für das Jahr 1999 ein Ausgabenvolumen fest. Foto: Peter Wirtz
Für psychotherapeutische Leistungen legte der Gesetzgeber für das Jahr 1999 ein Ausgabenvolumen fest. Foto: Peter Wirtz
Studie: Rezeptfreie Mittel oft „wenig geeignet“
Rund 40 Prozent der nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel sind einer Untersuchung der Stiftung Warentest zufolge als „wenig geeignet“ einzustufen. Bei der vergangene Woche in Berlin vorgestellten Studie wurden 1 500 der meistverkauften Medikamente auf ihre therapeutische Wirksamkeit und ihr Risiko-Nutzen-Verhältnis untersucht.
Als „wenig geeignet“ bewerteten die Experten unter anderem Schmerzmittel wie Thomapyrin und Togal, sowie das Grippemittel Wick Medinait oder die Halsschmerztablette Frubienzym. Ebenfalls schlecht schnitten Mittel gegen Altersbeschwerden, Sexualstörungen oder Ohrenschmerzen ab. Medikamente zur Raucherentwöhnung wurden dagegen fast ausschließlich als „geeignet“ eingestuft.
Jährlich werden etwa 4,3 Milliarden Euro für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel ausgegeben. Dieser Trend wird sich nach Expertenmeinung voraussichtlich fortsetzen, weil immer mehr Medikamente aus der Verordnungsfähigkeit der Krankenkassen herausfallen und deshalb ebenfalls privat gekauft werden müssen.

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