Supplement: Reisemagazin

Bahamas: Paradise für Sportive

Dtsch Arztebl 2002; 99(49): [18]

Schumacher, Barbara

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Foto: Hans-Peter Sick
Foto: Hans-Peter Sick
Bahama Mama und Conch Chowder – sind nicht etwa eine einheimische Dame unter der Dusche, sondern der beliebteste Cocktail und eine Suppe mit Muschelfleisch – zu genießen auf vielen der 700 zum Commonwealth gehörenden Inseln der Bahamas, zum Beispiel: Paradise Island mit dem weithin sichtbaren „Wahrzeichen“ der Insel, dem Atlantis Resort. Hier ist das weltgrößte Meerwasseraquarium mit Haien, Mantas, Rochen und insgesamt 40 000 Meerestieren zu bestaunen, unter denen man sich in transparenten Tunneln bewegt, nicht weit vom renovierten, luxuriösen Ocean Club mit eigenem Golfplatz, der nun auch das Areal des ehemaligen Flugplatzes einnimmt. Abaco mit Hopetown – gleich am Hafen steht ein blaues Gebäude, oben verkauft Donica Mackey Briefmarken, im Erdgeschoss ist das Gefängnis untergebracht, und vor dem Haus bietet Bootsmann Brendal Stevens seine Dienste an, während in Mano-War Holzschiffe in Handarbeit hergestellt werden und die wenigen Touristen einen Traum-Strand, der Tahiti Beach genannt wird, genießen. Harbour Island mit pastellfarbenen Häusern im Kolonialstil, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint – ein perfektes Refugium der „rich and famous“, die sich sonntags in der Kirche treffen bei mitreißenden Gospelsongs der Einheimischen: Man hat die Qual der Wahl. Das Island Hopping war früher mühsam, kleine Propellermaschinen flogen ab und bis Nassau, der quirligen Hauptstadt auf New Providence mit rosafarbenen Regierungsgebäuden im Kolonialstil, Columbus-Denkmal und „Changing the guards“ vor dem Parlamentsgebäude. Am Ziel angekommen brauchte man dann doch oft ein Boot. Heute sind die „Family Islands“, wie die übrigen Inseln genannt werden, per
„Powerboat“ in Tagesausflügen zu erreichen, denn die Fahrt zum Beispiel von Paradise Island auf die benachbarten Inseln der nördlichen
Bahamas dauert nur jeweils eine Stunde. In dieser Zeit sind auch die Exumas zu erreichen, lang gestreckte Inseln für Taucher, Schnorchler, Segler und Sandbank-Liebhaber. Wer sich hier über den häufig vorkommenden Familiennamen Rolle wundert, wird mit Geschichte über Lord Denys Rolle konfrontiert, der im 18. Jahrhundert Sklaven und Baumwollsamen hierher bringen ließ. Nach Abschaffung der Sklaverei wurde den ehemaligen Sklaven Land geschenkt, und sie drückten ihre Dankbarkeit durch die Annahme des Namens Rolle aus. Die rosafarbenen Strände von Eleuthera und die Farbe des leuchtend blau und türkisfarbenen, kristallklaren Wassers, in dem man bei optimaler Temperatur stundenlang baden kann, sind einmalig.
Tauchen und Hochseeangeln
Die Bahamas bieten alles: von lebhaften Casinos und Treiben im Stil des American way of life über Duty-free-Shopping in der Hauptstadt, Sportmöglichkeiten von Hochseeangeln bis Tauchen, relaxen in den romantischen Versailles Gardens mit gut erhaltenen Ruinen eines französischen Klosterkreuzgangs aus dem 14. Jahrhundert (im Hotel Ocean Club) bis zum völligen Abschalten an dem Ort auf Eleuthera, wo 1647 englische Siedler landeten und die erste Demokratie
der westlichen Hemisphäre gründeten.
Tiger Grouper: Foto-Objekt der Taucher Foto: Willi Kroneisen
Tiger Grouper: Foto-Objekt der Taucher Foto: Willi Kroneisen
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Wer weiß schon, dass von hier die Ananas stammt? Gefeiert wird diese Feldfrucht jedes Jahr im Juni beim Pineapple Festival. Das kulturelle Zentrum ist Nassau mit Kunstgalerien und Junkanoo-Museum. Einheimische talentierte Künstler, wie Maler und Holzschnitzer, trifft man am letzten Freitag der Monate Januar bis August beim Tee auf Einladung
der Gattin des Generalgouverneurs oder „over the hill“, in den Häuschen der Einheimischen. Der berühmteste „Botschafter“ seines Landes ist der Filmschauspieler Sidney Poitier. Aber es gibt noch andere Prominente, zum Beispiel Sportler, die einen auf großen Fotos schon am Flughafen begrüßen, Schriftsteller, wie Joey Ford jr, der mit seinem Buch „Black Boy, White World“ Aufsehen erregte, oder Gail Saunders, die
dann zur Stelle ist, wenn es archäologisch Wertvolles zu konservieren gilt, wie Boote der Arawak-Indianer, die von Tauchern entdeckt werden. Barbara Schumacher

Reise-Tipps
Beste Reisezeit: April bis Dezember. Es gibt Hotels und Restaurants aller Kategorien. Beste Qualität und persönlichen Service bieten besondere, kleine Hotels. Infos unter: www.smalltreasures.bahamas.com
Unterkünfte: Wer Kontakt mit der freundlichen Bevölkerung sucht, bucht am besten Privatunterkünfte. Ferienwohnungen erfreuen sich wachsender Beliebtheit; die neuesten gibt es neben der Landestelle der Wasserflugzeuge und der Marina beim Atlantis Resort auf Paradise Island mit Pool und einem Blick auf Nassau und die über die Toppen beleuchteten Kreuzfahrtschiffe im Hafen. Zahlungsmittel: US-Dollar.
Reiseveranstalter: Zum Beispiel: Airtours. Informationen: Bahamas Tourist Office, Leipziger Straße 67 d, 60487 Frankfurt/Main; Telefon: 0 69/97 08 34-0.

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