ArchivDeutsches Ärzteblatt42/1996Ausgaben: Heft in die eigene Hand nehmen

SPEKTRUM: Leserbriefe

Ausgaben: Heft in die eigene Hand nehmen

Dtsch Arztebl 1996; 93(42): A-2662 / B-2284 / C-2126

Bierbaum, G.

Zu dem Kommentar "Undankbare Aufgabe" von Prof. Dr. med. Karl Ernst von Mühlendahl in Heft 34?35/1996
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LNSLNS . . . Die Frage ist, ob man die zukünftig notwendige Beschränkung des medizinischen Leistungsangebotes tatsächlich den Politikern oder den Patienten überlassen soll. Nach meiner Einschätzung wird dabei nichts herauskommen, was die betriebswirtschaftlich arg gebeutelten Kassenärzte und Krankenhäuser wirklich entlastet, denn beide Gruppen werden nicht den Mut haben, den Wählern einerseits und ihrem eigenen Anspruchsdenken andererseits eine spürbare individuelle Selbstbeteiligung (die anstelle der nicht gewollten Beitragserhöhung notwendig wäre) abzuverlangen. . . . Gerade weil wir auch die Anwälte unserer Patienten sind, müssen wir das Heft in die eigene Hand nehmen und konkrete Vorschläge für einen notwendigen Abbau des Leistungsangebots machen, damit zwischen gesetzlich verordnetem Sparzwang und verbleibendem Behandlungsspielraum wieder eine Ausgewogenheit erzielt wird.
Erst wenn der Patient und Wähler in eigener Person erfahren muß, daß das von der Politik zugestandene Geld für seine Behandlung nach heutigen Maßstäben nicht mehr ausreicht, wird der Druck der Solidargemeinschaft groß genug werden, um eine notwendige Anpassung des Gesamthonorars für die medizinische Versorgung nach modernen Qualitätskriterien erreichen zu können. Wer kann schon einen Mercedes kaufen, wenn er nur das Geld für einen VW ausgeben will?
Dr. med. H. G. Bierbaum, Walsroder Straße 8, 29614 Soltau
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