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Evolutionsbiologie
Berührungspunkte zur Medizin

Volker Storch, Ulrich Welsch, Michael Wink: Evolutionsbiologie. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg u. a., 2001, XVI, 450 Seiten, 242 Abbildungen, 25 Tabellen, gebunden, 34,95 €
Die Autoren stellen ein ehrgeiziges Projekt vor: Es geht ihnen nicht nur um die Darstellung der Herkunft des Menschen, sondern vielmehr um den Versuch, auf relativ engem Raum die Geschichte der Naturerkenntnis und der Evolutionstheorie, die Fundamente der Evolutionstheorie, die Entfaltung der Organismen in der etwa 4,6 Milliarden Jahre alten Erdgeschichte bis hin zu den Mechanismen und Ursachen der Evolution sowie die Methoden der molekularen Evolutionsforschung darzustellen.
Es ist den Autoren gelungen, diesen riesigen Bogen so zu spannen, dass dem Buch die große Linie nicht verloren geht. Damit der Text nicht allzu theoretisch wird, werden immer wieder Exkurse eingestreut, die für den interessierten Laien verständliche Zusammenfassungen, spezielle Erläuterungen zu im Text erwähnten Befunden und Begriffen bieten.
Evolutionsbiologie ist auch heute noch, knapp 150 Jahre nachdem Charles Darwin sein revolutionäres Buch über „Origin of Species“ veröffentlichte, eine Herausforderung, die eine Vielzahl unterschiedlichster Gebiete einschließlich der Theologie, der Philosophie, der Soziologie und der Politik umgreift und bewegt. Solche faszinierenden Aspekte kommen in diesem Buch zu kurz; in diesem Zusammenhang sei der interessierte Leser auf das ebenfalls bei Springer 1984 erschienene Buch von Ernst Mayr „Die Entwicklung der biologischen Gedankenwelt“ verwiesen. Solche Aspekte sind deshalb faszinierend, weil Evolutionsbiologie viele Berührungspunkte zur Medizin aufweist: Beide Gebiete stellen keine exakten Naturwissenschaften dar, werden vielmehr beherrscht von der lebenden Materie, die bei jeder Zellaufteilung Zufällen unterworfen ist, was die Einzigartigkeit des lebenden Organismus einschließlich des Menschen bewirkt. Dieter Kurt Hossfeld
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