VARIA: Personalien

Geburtstage

Dtsch Arztebl 2002; 99(49): A-3357 / B-2825 / C-2629

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LNSLNS Dr. med. Ernst Elias Novy, seit 1967 in Köln lebend, zurzeit in einem Altenheim, wurde am 16. November 105 Jahre alt.
Novy wurde im slowakischen Presov geboren. Nach dem Ersten Weltkrieg studierte er an den Universitäten in Budapest und in Prag Medizin. Im Zweiten Weltkrieg floh er aus einem slowakischen Lager nach Ungarn. 1966 kam er nach Deutschland, ein Jahr später nach Köln. Seit Februar 2002 wohnt er im Elternheim Sülz der Synagogengemeinde Köln.

Prof. Dr. med. Jürgen Peiffer, Facharzt für Neurologie, von 1964 bis zu seiner Emeritierung (1988) ordentlicher Professor für Neuropathologie und Direktor des Instituts für Hirnforschung der Universität Tübingen, wurde am 1. Dezember 80 Jahre alt.
Jürgen Peiffer, in Berlin geboren, studierte Medizin an der Universität München. Seit 1951 begann er seine Facharztweiterbildung an der Universitäts-Nervenklinik München, der Abteilung für Klinische Neurophysiologie der Universität Freiburg; von 1952 bis 1956 arbeitete er als Assistenzarzt an der Hirnpathologischen Abteilung der Deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie in München und ab Sommer 1956 an der Universitäts-Nervenklinik in Würzburg. Dort habilitierte er sich für das Fach Neurologie und Psychiatrie (1961). Dann arbeitete er als Leitender Oberarzt an der neu gegründeten Neurologischen Universitätsklinik Gießen (Umhabilitation). 1964 wurde er zum ordentlichen Professor für Neuropathologie und zum Direktor des Instituts für Hirnforschung der Universität Tübingen berufen. 1973 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften berufen, 1975 in den Senat der Max-Planck-Gesellschaft. Vorsitzender des Deutschen Epilepsie-Kuratoriums war er von 1989 bis 1992. Peiffer hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Neurologie und Neuropathologie sowie der Medizingeschichte veröffentlicht, darüber hinaus zwei Monographien über Epilepsie, zwei Lehrbücher der Neuropathologie, die Monographie „Hirnforschung im Zwielicht“ sowie andere Arbeiten über die Beteiligung deutscher Wissenschaftler an Menschenversuchen und der so genannten Euthanasie während der Zeit des Nationalsozialismus. In die öffentliche Diskussion geriet er jüngst wegen der Untersuchung des Gehirns von Ulrike Meinhof und dessen Aufbewahrung. EB
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