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LNSLNS Pharmakologie
Gefällige Aufbereitung
Ernst Mutschler: Arzneimittelwirkungen. Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie, 7., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 1996, XXII, 991 Seiten, 304 Abbildungen, 424 Formelbilder, 219 Tabellen, gebunden, 124 DM
Die 6. Auflage enthielt noch 879 Seiten, die 7. Auflage ist auf 991 Seiten angewachsen: das Schicksal der Lehrbücher ist weit verbreitet. Die Zunahme des Wissens läßt sich leider nicht durch Streichungen kompensieren. Wo soll man denn auch streichen, nachdem nicht einmal die Arzneimittelhersteller in der Lage sind, sich dem Gedanken zu nähern, daß das Bessere des Guten Feind sei? Die Betrachtung kann dann fortgesetzt werden; es setzt sich mittlerweile weltweit durch, daß die Allgemeine Pharmakologie für den Unterricht der angehenden Pharmazeuten wie auch für die Mediziner die weitaus wichtigere Botschaft darstellt als beispielsweise die Wissensvermittlung der speziellen Pharmakodynamik, insbesondere neuerer Arzneistoffe, die nie aktuell in Lehrbüchern dargestellt werden kann, sondern im wesentlichen in den Firmenprospekten oder, verkürzt, dann im Beipackzettel nachzulesen ist. Arzt und Apotheker ist einfach besser damit gedient, sie dazu anzuleiten, sich Gedanken darüber zu machen, welches Schicksal ein Arzneistoff im Organismus erfährt und welche Wirkungen des Organismus auf den Arzneistoff denkbar sind. Vor allem dann, wenn sich Therapieversager oder auch Zwischenfälle einstellen, können derartige Gedanken wegweisend sein. Wie verhält man sich beispielsweise bei einem Stoff, dessen Ausscheidung ganz überwiegend renal erfolgt? Die Verteilungsräume und ihre Veränderungen, beispielsweise in Abhängigkeit vom Lebensalter, von Erkrankungen, ja schon geschlechtsbezogen, verdienen Aufmerksamkeit und geben oft Anhaltspunkte für ein differenziertes Vorgehen bei der Arzneitherapie. Außerdem sind hier die Grundlagen zu finden für das Verständnis der Kinetik von Arzneistoffen im Organismus, die der Schlüssel zum Verständnis für jede stoffbezogene Betrachtung von Arzneimittelwirkungen im Organismus ist.
Dem Verlag ist für die Drucktechnik wie für die ansprechende Aufbereitung des immensen Wissensstoffes zu danken. Den Autoren ist besondere Anerkennung dafür zu zollen, daß sie das gefällige und umfangreiche Stoffgebiet der Pharmakologie und Toxikologie in der altbewährten Systematik bewältigt haben.
Wolfgang Forth,
München
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