ArchivDeutsches Ärzteblatt PP12/2002Psychische Krankheiten: Zunahme bei Jüngeren

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Psychische Krankheiten: Zunahme bei Jüngeren

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Traurigkeit, Angst und innere Leere sind Symptome einer Depression. Foto: DAK
Traurigkeit, Angst und innere Leere sind Symptome einer Depression. Foto: DAK
DAK legte Gesundheits-report 2002 vor.
Der Arbeitsausfall aufgrund von Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen erhöhte sich bei den Versicherten der DAK zwischen 1997 und 2001 um 51 Prozent. Dagegen blieb der Krankenstand wegen körperlicher Erkrankungen fast konstant. Wie der aktuelle DAK-Gesundheitsreport zeigt, litten die Versicherten neben Depressionen vor allem an neurotischen Störungen. Die Zahl der Krankheitstage aufgrund affektiver Störungen erhöhte sich zwischen 1997 und 2001 bei den berufstätigen Mitgliedern um 91 Prozent. Die höchsten Zuwachsraten waren bei den 15- bis 29-Jährigen zu verzeichnen.
Einzelne Bevölkerungsgruppen sind unterschiedlich stark betroffen: Westdeutsche erkranken häufiger als Ostdeutsche, Frauen haben ein höheres Risiko als Männer. Stress, hohe Leistungsanforderungen und Mobbing am Arbeitsplatz sind nur einige der Ursachen. Viele psychische Erkrankungen würden nicht ernst genommen. Betroffene suchten die Schuld bei sich selbst, versteckten ihre Krankheit und gingen nicht zum Arzt. Dadurch verzögerten sich Diagnose und Therapie. Die Folgen: 15 Prozent der Patienten mit schweren Depressionen nehmen sich das Leben, 56 Prozent begehen einen Selbstmordversuch. Die DAK fordert daher, Vorbeugung und Früherkennung psychischer Erkrankungen zu verbessern. Dafür müssten unter anderem Hausärzte und spezialisierte Fachärzte enger zusammenarbeiten.
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