ArchivDeutsches Ärzteblatt PP12/2002Chronische Krankheit: Unterstützung auch für Eltern

NACHRICHTEN

Chronische Krankheit: Unterstützung auch für Eltern

PP 1, Ausgabe Dezember 2002, Seite 534

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Die schwere Erkrankung des Kindes ist für Eltern ein kritisches Lebensereignis. Foto: epd
Die schwere Erkrankung des Kindes ist für Eltern ein kritisches Lebensereignis. Foto: epd
Kinderchirurgen sehen Bedarf für psychologische Betreuung.
Eltern von Kindern mit chronischen kinderchirurgischen Krankheitsbildern wie Spina bifida oder Hydrocephalus brauchen besonders während des stationären Aufenthalts ihrer Kinder psychologische Unterstützung. Darauf machte die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie bei ih-
rer 40. Jahrestagung in Leipzig aufmerksam. Die an der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig angestellten Psychologinnen Dr. Christiane Niemeyer und Birgit Kleber untersuchten in einer interdisziplinären Studie, wie Eltern die chronische Krankheit ihrer Kinder bewältigen. Befragt wurden 106 Mütter und 85 Väter. Während Mütter auf die emotionale Belastung eher depressiv reagierten und sich stärker auf das kranke Kind fokussierten, zogen sich die Väter tendenziell stärker aus Sozialkontakten zurück. Die meisten Eltern reagierten auf die Diagnosestellung ihrer Kinder mit einem stärkeren depressiven Bewältigungsstil als die Patienten einer Studie, bei denen selbst eine schwere Erkrankung festgestellt wurde. Die Konfrontation der Eltern mit der schweren Erkrankung ihrer Kinder stelle ein kritisches Lebensereignis dar, bei dem psychologische Unterstützung unerlässlich sei.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema