ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2002Zertifizierung: Sicherheit bei Abrechnungen

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Zertifizierung: Sicherheit bei Abrechnungen

Dtsch Arztebl 2002; 99(50): A-3370

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LNSLNS Kassenärztliche Bundesvereinigung will Falschabrechnungen verhindern.
Wir wollten ein Zeichen setzen, dass uns die überwiegende Mehrheit der ehrlich abrechnenden Ärzte am Herzen liegt und wir alles tun, um sie vor schwarzen Schafen zu schützen“, begründete der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm, die Änderung des Prüf- und Zertifizierungsverfahrens für die Verwaltung von Patientenstammdaten in Arztpraxen.
Die Stammdatenverwaltung mit Chipkartenarchiven ist künftig nicht mehr möglich. Nach den neuen Anforderungen dürfen die Inhalte der Versichertenkarte weder an ein für die Abrechnung zertifiziertes Praxisverwaltungssystem noch an ein mobiles Lesegerät übergeben werden. Auch alternative Eingabe-, Übergabe- und Speichermedien sind nicht zulässig. So soll verhindert werden, dass Praxen mehr Fälle abrechnen, als sie behandelt haben. Außerdem ist das Einlesedatum der Krankenversichertenkarte stets mit abzuspeichern und auf dem Bildschirm anzuzeigen. Die Verwaltungen der Patientenstammdaten sind bis zum 31. Dezember 2002 den veränderten Anforderungen anzupassen, weil die Zertifizierung nach dem bisherigen Profil dann ausläuft.
Es sei unerträglich, dass die Ärzte mindestens einmal jährlich von einem Krankenkassenvertreter verunglimpft würden, der behaupte, viele Abrechnungen seien nicht korrekt und die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) seien an der Klärung von Ungereimtheiten nicht interessiert, erläuterte Richter-Reichhelm: „Null Toleranz für schwarze Schafe, auch wenn es weit weniger sind, als die Kassen glauben machen wollen.“ Zu dieser Haltung fühlten sich die KVen verpflichtet, weil Falschabrechnungen zulasten der ehrlichen Kollegen gingen.
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