ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2002Mammakarzinom: Traurige Bilanz
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LNSLNS Der Autor vergleicht die berühmten Äpfel mit Eiern. Wir in Deutschland haben kein Mammographiescreeningprogramm, obwohl es – wie wir am Beispiel der Niederlande sehen – sicherlich von Nutzen wäre. In den Niederlanden sinkt die Biopsierate, da anhand der Voraufnahmen eine Verlaufsbeobachtung wesentlich präziser möglich ist. Nichtsdestotrotz müssen die mit hohen Kosten und Aufwand gewonnenen Ergebnisse der staatlichen Einrichtungen kritisch hinterfragt werden, da niemand auf der Welt mit solch guten Ergebnissen aufwarten kann. Für Mediziner ist es nichts Neues, dass Ergebnisse entsprechend dem Auftraggeber angepasst werden.
Grund zur Besorgnis sollte jedoch sein, dass 56,3 % der Frauen mit einem tastbaren Knoten, den sie aus meiner Erfahrung heraus schon mehrere Monate getastet haben, zu uns Ärzten kommen. Hier ist eine verfehlte Gesundheitspolitik die Ursache, für die unsere Politiker verantwortlich sind. Um von ihrem eigenen Unvermögen abzulenken, werden die Ärzte als unfähig und geldgeil dargestellt. Parallelen gibt es genug . . .
Unsere Ge­sund­heits­mi­nis­terin Schmidt ist nicht in der Lage, ein Konzept vorzulegen. Da sie mit der komplexen Materie nicht alleine zurechtkommt, werden angebliche Fachkompetenzen befragt. Leider ist der notwendige medizinische Sachverstand auch hier nicht zu beobachten. Das Justizministerium wird immer von einem Juristen besetzt. Am Gesundheitssystem therapieren viele und vor allem viele Unfähige. Bald wird es daher tot sein. Dies ist die traurige Bilanz der letzten Jahre Gesundheitspolitik . . .
Dr. med. Thomas Fox, Radiologische Praxis am Krankenhaus St. Josef, Klosterstraße 14, 66125 Saarbrücken
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