ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2002Mammakarzinom: Wenig hilfreich
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LNSLNS . . . Die niedergelassenen (Fach-)Radiologen sind bekanntlich bei den Abrechnungsvorschriften der sozialen Krankenversicherung in Deutschland für die Indikation zu Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen gar nicht verantwortlich, denn sie dürfen ja nur auf Überweisungsschein arbeiten; das heißt, die Leistungen, die vom Fachradiologen durchgeführt werden, sind ausnahmslos vom überweisenden Haus- oder Facharzt veranlasst und angeordnet.
Beanstandungen von Zahl oder Umfang der Röntgenuntersuchungen könnten sich also – wenn überhaupt – nur auf die teilradiologischen (und sonographischen) Leistungen beziehen, die von den Nicht-Fachradiologen
„in eigener Regie“ veranlasst und durchgeführt werden.
Was die Qualität der Leistungen angeht, so dürfte auch anzunehmen (und nachzuweisen) sein, dass diese bei den radiologischen Fachärzten
sicher nicht schlechter ausfällt als bei den Teilradiologen.
Für die Mammographie z. B. gelten bereits sehr strenge technische und konkrete Vorbedingungen, auch für die Überprüfung der Erfahrungs-Kompetenz der Auswerter. – Für die Sonographie-Untersuchungen wären gleichartige Qualifikations-Kriterien ebenfalls zu empfehlen.
Solche undifferenzierten Beschwerden über Umfang und Qualität der bildgebenden Diagnostik in Deutschland sind auf alle Fälle für eine eventuell nötige Reform unseres Gesundheitswesens wenig hilfreich.
Dr. Günter Beck, Am Ährenfeld 9, 86356 Neusäß-Steppach
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