ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2002UAW von Sulfasalazin und Mesalazin

MEDIZIN: Referiert

UAW von Sulfasalazin und Mesalazin

Dtsch Arztebl 2002; 99(50): A-3418 / B-2876 / C-2677

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LNSLNS Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) spielen bei der Therapie chronisch entzündlicher Darm­er­krank­ungen, in deren Mittelpunkt die 5-Aminosalicylsäure steht, eine untergeordnete Rolle.
Die Epidemiologen aus Birmingham berichten über eine Analyse von Nebenwirkungen unter 4,7 Millionen Verschreibungen von Sulfasalazin und 2,8 Millionen Verordnungen von Mesalazin in den Jahren 1991 bis 1998.
Eine interstitielle Nephritis wurde nur während einer Mesalazintherapie beobachtet mit einer Häufigkeit von 11,1 pro eine Million Verschreibungen. Eine akute Pankreatitis wurde siebenmal häufiger bei einer Mesalazintherapie (7,5/1 000 000) als bei einer Sulfasalazintherapie beobachtet. Schwerwiegende Hauterkrankungen wurden durch Sulfasalazin nicht beobachtet, Blutbildveränderungen waren signifikant häufiger bei Patienten, die Sulfasalazin zur Behandlung einer rheumatoiden Arthritis erhielten, als bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darm­er­krank­ungen.
Aufgrund der Spontanmeldungen an das Committee on Safety of Medicines of the UK kommen die Autoren zu dem Schluss, dass Mesalazin keine Vorteile, die Arzneimittelsicherheit betreffend, gegenüber Sulfasalazin bei der Behandlung chronisch entzündlicher Darm­er­krank­ungen bietet. Sie weisen darauf hin, dass während der Therapie mit Mesalazin ein Nierenmonitoring sinnvoll sei. w

Ransford RAJ, Langman MJS: Sulphasalazine and mesalazine: serious adverse reactions re-evaluated on the basis of suspected adverse reaction reports to the Committee of Safety of Medicines. Gut 2002; 51: 536–539.

Prof. M. J. S. Langman, Queen Elisabeth Hospital, Edgbaston, Birmingham B 15 2 TH, GB. E-Mail: m.j.s.lang
man@bgan,ac,zj

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