ArchivDeutsches Ärzteblatt42/1996Rehabilitation: Versorgungsmängel

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Rehabilitation: Versorgungsmängel

Clade, Harald

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LNSLNS HAMBURG/BONN. Maßnahmen zur Qualitätssicherung sind offenbar in Einrichtungen zur ambulanten Rehabilitation im Vergleich zu den stationären Einrichtungen noch wenig etabliert. Auch gibt es noch Versorgungslücken und -engpässe. Dies ist das Fazit eines Gutachtens "Ambulante Rehabilitation", das die Hamburger Rehabilitationswissenschaftler Prof. Dr. med. Dr. Uwe Koch und Dipl.-Psychologe Wolfgang Bürger im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Privatkrankenanstalten e.V. in Bonn durchgeführt haben. Festgestellt wurde, daß im nichtstationären Bereich im vergangenen Jahr rund 100 000 Rehabilitationspatienten behandelt wurden. Allein für die dominierende orthopädisch-traumatologische ambulante Rehabilitation werden von den Kostenträgern jährlich 330 Millionen DM ausgegeben.
Die Mängelliste: 25 Prozent der Einrichtungen haben keinen speziellen Untersuchungsraum, 15 Prozent keinen Gruppenraum, 22 Prozent keinen Gymnastikraum, und zwei Drittel verfügen nicht über ein Bewegungsbad. 73 Prozent der ambulanten Einrichtungen therapieren nur eine Indikation. 75 Prozent der Einrichtungen weisen eine Mindestbehandlungsdauer von zwei Stunden täglich auf. 18 Prozent der Patienten müssen 20 Kilometer (und mehr) zurücklegen, um die Einrichtung zu erreichen. 25 Prozent der Einrichtungen beschäftigen keinen haupt- oder nebenamtlichen Arzt. Die durchschnittliche tägliche Therapiezeit je Patient und Arzt beträgt weniger als fünf Minuten. HC
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