ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2002Gewerkschaften: Regierung soll Signale setzen

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Gewerkschaften: Regierung soll Signale setzen

Dtsch Arztebl 2002; 99(51-52): A-3436 / B-2892 / C-2692

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Will die Spreu vom Weizen trennen: Ursula Engelen-Kefer Foto: DGB
Will die Spreu vom Weizen trennen: Ursula Engelen-Kefer Foto: DGB
Engelen-Kefer: Honorare nach Leistung staffeln
Die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Ursula Engelen-Kefer drängt die Bundesregierung bei der Reform des Gesundheitswesens zur Eile. Sie sehe derzeit die Gefahr, dass tief greifende Strukturprobleme im Gesundheitswesen verdrängt werden könnten. Engelen-Kefer: „Es muss über die Sparoperationen hinaus erkennbar werden, was die Gesundheitsreform für Patienten und Versicherte bringen wird.“ Die Patienten sollten vollständig über die Qualität der Leistungen von Ärzten und Krankenhäusern informiert werden. Darüber hinaus müssten die Krankenkassen in die Lage versetzt werden, „gute und schlechte Qualität differenziert zu vergüten“. Der DGB unterstütze die Pläne der Bundesregierung, Krankenkassen Einzelverträge mit Ärzten und Krankenhäusern ihrer Wahl abschließen zu lassen. Ferner müssten „objektive“ Qualitätsstandards erarbeitet werden, um die Versorgungsqualität zu verbessern. „Wir müssen die Spreu vom Weizen trennen“, sagte Engelen-Kefer.
Angesichts der Proteste von Ärzten und anderen Beschäftigten im Gesundheitswesen gegen das Sparpaket von Ulla Schmidt appellierte die Gewerkschafterin an die Bundesregierung, klare Signale zu setzen, damit Reformen nicht länger mit steigenden Belastungen assoziiert würden.
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