ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2002Wissenschaftliches Publizieren - Umstritten, aber etabliert – der Impact Factor: Dank

THEMEN DER ZEIT: Diskussion

Wissenschaftliches Publizieren - Umstritten, aber etabliert – der Impact Factor: Dank

Dtsch Arztebl 2002; 99(51-52): A-3455 / B-2911 / C-2711

Haße, Wolfgang

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LNSLNS Die öffentliche Diskussion zu dem Thema wird durch diesen Artikel angeregt. Es ist erstaunlich, wie hartnäckig er an den Universitäten, außer an der Medizinischen Fakultät der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, noch zur Anwendung kommt. Von den USA wurde er nach Europa exportiert und hat sich hier zu einem Profit bringenden Imperium entwickelt. Der international ohnehin wegen seiner „Modellierbarkeit“ in den Datenbanken sehr umstrittene Wert bringt für den Autor einer Publikation absolut keinen Nutzen. Der Factor gibt nur Auskunft über die Qualitätseinstufung einer Fachzeitschrift nach „ISI“ (Institute for Scientific Information). Schon 1997 schrieben Lachmann und Rowlinson in Science and Public Affairs: „It’s what not where you publish that matters.“ Anlässlich einer Reise in die USA im Frühjahr 2002 berichtete mir ein sehr angesehener emeritierter Ordinarius der Texas University in Houston, der Impact Factor einer Zeitschrift spiele dort überhaupt keine Rolle. Entscheidend für den Autor ist die Qualität der Arbeit und die Häufigkeit der Zitierungen. In Deutschland haben sich die Zitiergewohnheiten leider sehr vereinfacht, sehr zum Schaden der deutschen Autoren und der inländischen Fachzeitschriften. In die Verzeichnisse kommen selbstverständlich die eigenen Publikationen, wenige deutsche Autoren und überwiegend ausländische Arbeiten, die problemlos aus dem Internet herausgesucht werden können.
Den Autoren sei gedankt, dass sie dieses Thema aufgegriffen haben.
Prof. Dr. med. Wolfgang Haße,
Eitel-Fritz-Straße 35, 14129 Berlin
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