ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2002Wissenschaftliches Publizieren - Umstritten, aber etabliert – der Impact Factor: Tücken

THEMEN DER ZEIT: Diskussion

Wissenschaftliches Publizieren - Umstritten, aber etabliert – der Impact Factor: Tücken

Dtsch Arztebl 2002; 99(51-52): A-3455 / B-2911 / C-2711

Savaskan, Nicolai

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS In der Tat hat die Berechnung des Impact Factors (IP) seine Tücken. Als vergleichende Größe zur Beurteilung wissenschaftlicher Leistung von Bewerbern innerhalb einer Fachrichtung hat sich der IP als, wohlgemerkt, ein Entscheidungskriterium bewährt. Natürlich sollte eine detailliertere Betrachtung von wissenschaftlicher Leistung (wie Erstautorenschaften, Zahl der Zitationen u. a.) in Berufungskommissionen verwendet werden. Aber den IP als Problem zur Beurteilung nationaler Forschungsqualität zu benennen geht an der wissenschaftlichen Realität vorbei. Forschung ist immer international, wenn sie allgemeine Gültigkeit erheben will. Dass Review-Artikel nach Meinung der Autoren die größte Mühe aufbürden, zeugt von einem prekären Wissenschaftsverständnis. Denn allein Originalarbeiten bringen Fachdisziplinen weiter. Alternative Bemessungsparameter, wie sie schon vielerorts in Berufungskommissionen verwendet werden und mit Sicherheit diskussionswürdig sind (zum Beispiel die fünf besten Arbeiten, Zitationen), lassen die Autoren jedoch offen.
Dr. med. Nicolai Savaskan,
Institut für Anatomie, Med. Fakultät Charité der HUB, Philippstraße 12, 10115 Berlin
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.