ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2002Gebührenordnung Deutschland: Ein Wintermärchen?

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Gebührenordnung Deutschland: Ein Wintermärchen?

Dtsch Arztebl 2002; 99(51-52): A-3457 / B-2913 / C-2713

Falkert, Andreas

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LNSLNS Nun ist es also endlich so weit gekommen, dass wir uns konkret über die Stundenvergütung eines in Deutschland tätigen Facharztes Gedanken machen. Ein „kalkulatorischer Arztlohn“ zwischen 66 und 87 Eurocent je Arztminute wird derzeit von Krankenkassen und Ärztevertretern diskutiert. Umgerechnet auf eine „Arztstunde“, würde dies zwischen 39,60 Euro und 52,20 Euro Stundenlohn bedeuten. Ich empfehle, diese Zahlen bei der Durchsicht Ihrer nächsten Handwerkerrechnung im Hinterkopf zu behalten. Mit diesem Betrag soll ein selbstständig tätiger, hoch qualifizierter Unternehmer mit mindestens elf Jahren berufsbezogener Fachausbildung (sechs Jahre Studium plus fünf Jahre Facharztweiterbildung) und mehreren Angestellten seinen Praxisalltag im Angesicht steigender Nebenkosten bestreiten. Wie lange lassen wir Ärzte uns eigentlich noch von unqualifizierten Politikern und einem aufgeblähten Verwaltungsapparat der Krankenkassen diktieren, ob und wie wir unsere Patienten zu behandeln haben. Wir sind nicht verantwortlich für die immer wieder (aus wahlkampftaktischen Gründen) verschobenen „grundlegenden Reformen“ unseres Sozial- und Gesundheitswesens, das im Wesentlichen immer noch auf der Sozialgesetzgebung von 1883 basiert.
Dr. med. Andreas Falkert,
Dr.-Gessler-Straße 10 a, 93051 Regensburg
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