ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2002Chronische lymphatische Leukämie: Schlusswort
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LNSLNS Herrn Dr. Loyen ist für seinen Beitrag zu danken, da er auf einen wichtigen Mangel in der Forschung zur chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) hinweist. Eine Medline-Suche zu den psychosozialen Folgen der Erkrankung zeigt, dass zu diesem Thema bis zum Jahr 2002 nichts veröffentlicht wurde. Auch eine kürzlich erschienene Übersichtsarbeit referiert lediglich den Kenntnisstand zu psychosozialen Folgen von Lymphomen und Leukämien im Allgemeinen, kann aber nicht auf diesbezügliche Untersuchungen zur CLL zurückgreifen (1). Dieser Mangel ist erstaunlich und bedauerlich. Die Deutsche CLL-Studiengruppe (DCLLSG) untersucht daher in einigen Therapieoptimierungsprotokollen eingehend die Lebensqualität der Patienten während und nach der Therapie. Wir glauben, dass diese Untersuchungen die Erkenntnislücke in diesem Bereich verkleinern werden. Da unser Beitrag jedoch als Zusammenfassung der vorliegenden Evidenz zur chronischen lymphatischen Leukämie konzipiert war, wurde dieser wichtige Aspekt aufgrund des fehlenden Materials in der Fachliteratur in unserer Arbeit nicht erwähnt.

Literatur
1. Saifollahi J, Rouhani M, Roth AJ, Holland JC. Psychological aspects of chronic lymphoid leukemias. In: Cheson B, editor. Chronic lymphoid leukemias. Second Edition. New York: Marcel Dekker 2001; 593–608.

Prof. Dr. med. Michael Hallek
Dr. med. Manuela Bergmann
Prof. Dr. med. Bertold Emmerich

Anschrift für die Verfasser:
Prof. Dr. med. Michael Hallek
Medizinische Klinik III
Klinikum der Universität Großhadern
Marchioninistraße 15, 81377 München
E-Mail: mhallek@med3.med.uni-muenchen.de
www.dcllsg.de

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