ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2002Alternativen zur Fußamputation bei diabetischer Podopathie: Orthonyxie-Behandlungen werden nicht erstattet

MEDIZIN: Diskussion

Alternativen zur Fußamputation bei diabetischer Podopathie: Orthonyxie-Behandlungen werden nicht erstattet

Dtsch Arztebl 2002; 99(51-52): A-3479 / B-2934 / C-2734

Prieur, Hanspeter

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LNSLNS Auf der Abbildung 2a sieht man die längliche gelbliche Verfärbung der Nagelplatte. Dies ist ein klinisches Zeichen für den Befall des Nagels durch einen Pilz. Die Onychomykose ist bekanntlich eine Eintrittspforte
für bakterielle Infektionen an den Füßen, die zu den in der Abbildung 2b dargestellten Komplikationen führen können. Deshalb müssen bei diabetischen Patienten mykotische Haut- und Nagelveränderungen auf jeden Fall diagnostiziert und therapiert werden.
Durch das in Kraft getretene Podologengesetz werden zurzeit bei Patienten mit einem isulinpflichtigen Diabetes nur einfache fußpflegerische Maßnahmen von den Krankenkassen bezahlt. Orthonyxie-Behandlungen des Unguis incarnatus (eingewachsener Fußnagel), die eine sinnvolle Alternative zur Emmert-Plastik sind und bei dem dargestellten Patientenkollektiv sicher sinnvoller zum Einsatz kämen, werden weiterhin nicht erstattet.

Dr. med. Hanspeter Prieur
Bürgerstraße 15
47057 Duisburg

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