ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2003Embryonale Stammzellen: RKI stimmt dem Import zu

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Embryonale Stammzellen: RKI stimmt dem Import zu

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Oliver Brüstle Foto: Eberhard Hahne
Oliver Brüstle Foto: Eberhard Hahne
Bereits im Januar soll Forschung beginnen.
Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat erstmals den Import von menschlichen embryonalen Stammzellen nach Deutschland genehmigt. Einen entsprechenden Antrag hatte der Bonner Neuropathologe Prof. Dr. med. Oliver Brüstle nach Verabschiedung des Stammzellgesetzes gestellt. Brüstle geht davon aus, dass noch im Lauf des Januars embryonale Stammzellen aus Israel an der Bonner Universität eintreffen werden und danach sofort mit der Forschung begonnen werden kann. Aus den Stammzellen sollen Vorläuferzellen des Gehirns und des Rückenmarks gewonnen werden; langfristiges Ziel ist es, daraus herangezogene Nerven und Stützzellen für die Reparatur am Nervensystem, am Gehirn und am Rückenmark einzusetzen. Dies könnte bei der Parkinsonschen Erkrankung eine Behandlung ermöglichen. Brüstle warnte jedoch vor zu großer Euphorie: Zunächst müsse über einen längeren Zeitraum Grundlagenforschung betrieben werden. Gegenüber dem „Tagesspiegel“ (30. Dezember 2002) bezeichnete Brüstle die Behauptung der Ufo-Sekte der Raelianer, den ersten Menschen geklont zu haben, als Sensationshascherei. Reproduktives Klonen sei für ihn aus ethischer wie aus medizinischer Sicht ein Albtraum. Brüstle sprach sich dafür aus, derartige Versuche international unter Strafe zu stellen.
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