ArchivDeutsches Ärzteblatt42/1996Adreßbuchschwindel im Gesundheitsmarkt

POLITIK: Medizinreport

Adreßbuchschwindel im Gesundheitsmarkt

GF

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Nach wie vor blüht das Geschäft unseriöser Herausgeber von Adressensammlungen: Mit "Rechnungen", denen nie ein Angebot oder Auftrag vorausgegangen ist, werden die eingetragenen Unternehmen, Institutionen oder Kliniken zur Zahlung von Beträgen veranlaßt (vgl. hierzu auch DÄ, Heft 30). Jüngstes Negativbeispiel ist die CWA Marketing und Verlag GmbH, die einen Gesundheitsführer mit den "besten Adressen" privater Kliniken, Schönheitsfarmen, Kurkliniken etc. herausgegeben hat. Bereits mehrfach hat der Deutsche Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität e.V. (DSW, Bad Homburg) auf derartige Praktiken hingewiesen. Es lassen sich nach seinen Angaben einige der unseriösen Verlage weder durch Gerichtsentscheidungen noch durch strafbewehrte Unterlassungserklärungen vom profitablen Adreßbuchschwindel abhalten.
Der DSW hat eine Liste von 66 Unternehmen zusammengestellt, die im Jahre 1995 erfolgreich verfolgt worden sind. Diese Liste soll den Buchhaltern die Unterscheidung zwischen angeblichen Rechnungen unseriöser Firmen und tatsächlichen Zahlungsverpflichtungen erleichtern. Erhältlich ist diese Aufstellung sowie Hilfestellung bei bereits erfolgter Zahlung beim Deutschen Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität e.V., Landgrafenstraße 24 b, 61348 Bad Homburg, Fax 0 61 72/8 44 22. GF

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote