ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2003Psychische Traumata: Hohe soziale Folgekosten

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Psychische Traumata: Hohe soziale Folgekosten

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LNSLNS Traumatherapie in die Versorgung mehr einbeziehen
Traumatisierende Ereignisse, wie das Zugunglück in Eschede, der 11. September oder der Amoklauf des Schülers in Erfurt, haben posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) verstärkt ins Licht der Öffentlichkeit gebracht. Hierauf wies der Leiter des EMDR-(Eye Movement Desensitization and Reprocessing-)Instituts in Deutschland, Dr. med. Arne Hofman, auf einer Fachtagung des BKK-Landesverbandes Bayern, der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns und der Landeskonferenz der Richtlinien-Psychotherapieverbände Bayerns zur Rolle der Psychotherapie in der Gesundheitsversorgung Anfang Dezember in München hin.
Hofmann forderte, traumazentrierte Psychotherapie stärker in die psychotherapeutische und medizinische Versorgung miteinzubeziehen. Denn mit einer Inzidenz in Risikopopulationen von 20 bis 50 Prozent gehöre die PTBS zu den häufigeren psychischen Erkrankungen. Studien hätten jedoch gezeigt, dass therapeutische Verfahren wie Verhaltenstherapie oder Hypnotherapie bei der Behandlung von PTBS hocheffektiv seien. Durch eine schnelle Behandlung könnten hohe soziale Folgekosten psychischer Traumafolgen, über die Jahre entstanden durch Risikofaktoren wie Übergewicht oder Rauchen, vermieden werden.
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